Gut verlegt: Kabel sind das A und O in der Elektrik.
Ein Auto muss alle ein bis zwei Jahre zur Inspektion und alle zwei Jahre zum TÜV, eine Elektroinstallation hält in der Regel jahrzehntelang, ohne Probleme zu bereiten – was für die Qualität von Material und Handwerk spricht. Steigende Anforderungen allerdings können Kabelquerschnitte überlasten – die Leitungen werden dann heiß. Und Kontakte in Schaltern und Steckdosen nutzen im Laufe der Jahre ab, bei wackeligen Kontakten kann es auch zur Funkenbildung kommen. Je geringer die Kontaktfläche, desto stärker die Erwärmung unter Last. Im günstigsten Fall bricht der Kontakt schlicht ab, die Leitung ist tot. Im ungünstigsten können Hitze und Funken aber auch Brände verursachen.
Regelmäßige Überprüfungen der Elektroinstallation schützen vor unangenehmen Überraschungen. Das Handwerk hat dafür den Begriff Elektrocheck, kurz E-Check, geprägt. Speziell ausgebildete Elektriker überprüfen die feste Installation, sehen sich aber auch an, wie viele und welche Geräte angeschlossen sind. Wo regelmäßig mit Verlängerungen und Mehrfachsteckdosen gearbeitet wird, bietet sich eine Erweiterung der Installation an. In Verteilerdosen können auch die Verbindungen von Schraub- auf Federklemmkontakte umgestellt werden. Der Vorteil: Schraubklemmen drücken die Kabel zusammen. Materialermüdung führt dazu, dass das Kabel diese Form annimmt und der Kontakt schwächer wird. Bei den heute üblichen Federklemmen drückt die Feder immer nach, egal wie sich das Kabel verformt. Weil die Feder aber weniger drückt als die Schraube, kommt es meist gar nicht erst zu diesen Veränderungen. Der Kontakt bleibt länger stabil.
Für Hausbesitzer sind beim E-Check durchaus unangenehme Überraschungen möglich, wenn der Elektiker zum Testen der Verbindungen auch übertapezierte Verteiler wieder freilegen möchte. Dafür können die Bewohner anschließend vor noch unangenehmeren Überraschungen sicher sein. Zum Beispiel, dass mitten in der winterlichen Heizperiode ein gut versteckt hinter einem Heizkörper eingebauter Verteiler den Geist aufgibt.
Vor wenigen Tagen hat die Elektro-Innung Hannover den 1000. E-Check-Anbieter geschult.