„Bäcker ist ein Teamberuf“: Innungsvorstandsmitglied Cord Buck.
Bäcker ist ein schöner Beruf: Die Produkte sind sprichwörtlich beliebt („geht weg wie warme Brötchen“), die Kunden stehen Schlange, und die Branche ist krisenfest. Noch so ein Sprichwort: „Gegessen wird immer“. Wenn nur die Nachtarbeit nicht wäre. „Auch Bäcker können abends mal ausgehen“, sagt Bäckermeister und Innungsvorstandsmitglied Cord Buck.
Verbesserte Betriebsabläufe haben es ermöglicht, den morgendlichen Arbeitsbeginn ein bis zwei Stunden hinauszuschieben. Verbesserte Betriebsabläufe: Das heißt vor allem das perfekte Zusammenspiel von Zutaten, Rezepten, Teigruhe, Kühlung und Backprozess. Die Teigruhe ist gleichzeitig die Nachtruhe des Bäckers und der Geschmacksgewinn des Kunden. Ein Teig braucht Zeit, das volle Aroma zu entwickeln.
Neben den arbeitnehmerfreundlicheren Anfangszeiten haben auch verbesserte Arbeitsmethoden dazu beigetragen, die gesundheitliche Belastung von Bäckern zu reduzieren. „Mehl als Trennmittel wird jetzt nicht mehr aus der vollen Hand auf die Arbeitsflächen geworfen, sondern vorsichtig verteilt, damit es nicht so staubt“, beschreibt Buck. Dazu kommen Absauganlagen, die den restlichen Staub von den Mitarbeitern fernhalten. Saubere Arbeitsplätze dienen nicht nur der Produktqualität, sondern auch dem Gesundheitsschutz der Angestellten.
Einen guten Hauptschulabschluss sollte mitbringen, wer in die Bäckerei einsteigen möchte. „Mehr schadet nicht“, sagt der Bäckermeister, „aber vor allem kommt es auf das Engagement des Bewerbers an. Bäckerei ist ein Teamberuf.“ Wer nach bestandener Lehre weiter lernen möchte, hat unter anderem an der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerk in Weinheim Gelegenheit dazu. Bäckerei ist übrigens auch ein Teamsport, an der Bäckerschule in Weinheim trainiert die Deutsche Nationalmannschaft, die Deutschland bei internationalen Backwettkämpfen vertritt.