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Plan für den Neubau

So soll der Neubau aussehen.© Grafik: Turkali Architekten

Südbahnhof und ehemaliger Hauptgüterbahnhof

Charakter bleibt erhalten

Architektenwettbewerb erfolgreich abgeschlossen: Die früheren Bahnhöfe bekommen eine neue Bestimmung.

Ein aufgegebener Bahnhof. Sinnbild für Endstation? Mag überall zutreffen, aber nicht in Hannover! Hier werden städtebauliche Chancen genutzt - von der Stadt und starken Partnern. In zwei Fällen ist das Aurelis Real Estate Management. Am ehemaligen Hauptgüterbahnhof am Weidendamm investiert Aurelis rund 9 Millionen Euro. Vorgesehen ist die Ansiedlung von großen Ankermietern und innerstädtischem Gewerbe. Am Südbahnhof in der Südstadt sind ein Fachmarktzentrum, Büros und Gewerbeeinheiten entstanden. Jetzt kommen 120 Wohnungen dazu.

Die städtische Gesellschaft für Bauen und Wohnen verhandelt um den Zuschlag für das Projekt. Nicht ohne Aussicht auf Erfolg, denn Geschäftsführer Karsten Klaus verspricht unter anderem mehr als 20 Prozent öffentlich geförderten Wohnraum. Das ist doppelt so viel wie vorgesehen. „Noch sind Details offen“, sagt Klaus, „auch im Hinblick auf den Kaufvertrag.“

Aber die Architekten stehen schon fest. Turkali Architekten, Frankfurt, sind die Sieger des Wettbewerbs für das neue Wohnquartier mit ergänzen- den Büroflächen. Die Wahl des Preisgerichts fiel einstimmig aus. Rund 120 Wohnungen (die GBH spricht sogar von bis zu 140) sind in dem neuen Quartier geplant, das am südlichen Ende der Straße Am Südbahnhof entstehen soll. Sie werden sich auf eine Bruttogeschossfläche von 12 900 Quadratmetern verteilen. Zusätzliche 2300 Quadratmeter sind für Büros vorgesehen.

„Der Preisträger hat Architekturmerkmale in das Gestaltungskonzept aufgenommen, die für die Südstadt charakteristisch sind“, lobt Torsten Wollenberg, Leiter Region Nord des Grundstückseigentümers Aurelis den Entwurf. Der gut sichtbare Büroteil setze sich gekonnt von der Wohnbebauung ab, dessen geschwungene Fassade den Verlauf der Anna-Zammert-Straße aufnehme. In dem attraktiven Wohnquartier der Südstadt entstehen Mietwohnungen im gehobenen Standard. Das Wohnungsbauprojekt ist der letzte Baustein in der Entwicklung des ehemaligen Südbahnhofgeländes.

Auch der ehemalige Hauptgüterbahnhof ist kaum wiederzuerkennen. Rund 17500 Quadratmeter der 38000 Quadratmeter großen Haupthalle sind verschwunden, ebenso einige kleinere Nebengebäude. Die Umbauten für den Einzug der neuen Ankermieter laufen. In die Halle soll neben der Fläche, die seit 2008 von der Deutschen Post AG genutzt wird, der italienische Feinkostgroßhändler Andronaco einziehen. Der Feinkosthändler aus Hamburg wird rund 2500 Quadratmeter beanspruchen, die Post will sich erweitern.

Im Norden soll auf dem frei werdenden Teil des Geländes ein Neubau errichtet werden, in dem der Paketdienst DHL ein Verteilzentrum betreibt. Dieses Projekt sollte bereits 2015 realisiert werden. Das Ansiedeln dieser Nutzer war jedoch immer davon abhängig, ob es eine Gesamtlösung für die Nutzung des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs gibt. Das ist jetzt geregelt – durch einen Erschließungsvertrag. Torsten Wollenberg, Leiter der Region Nord von Aurelis: „Wir haben lange und intensiv mit der Stadt partnerschaftlich daran gearbeitet, ein komplettes Konzept für die Fläche zu entwickeln. Dabei mussten wir städtebauliche und -entwicklungspolitische Vorstellungen mit der Marktnachfrage in Übereinstimmung bringen.“ Das wurde letztendlich erfolgreich umgesetzt.

Vera König


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