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Ökologisch Bauen

Natürliche Baustoffe

Baustoffe aus der Natur sorgen für ein behagliches und gesundes Wohnklima.
Lehm gibt Räumen eine warme Behaglichkeit. Maurermeister Nigel Tapper weiß, wie man Lehmputz richtig aufträgt.

Lehm gibt Räumen eine warme Behaglichkeit. Maurermeister Nigel Tapper weiß, wie man Lehmputz richtig aufträgt.

Bauen mit natürlichen Stoffen liegt im Trend. Immer mehr Menschen entscheiden sich für umweltfreundliche und ökologische Bauweisen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Zum einen ist garantiert, dass die Familie und der Nachwuchs in einer gesunden Umgebung groß werden, zum anderen wertet diese Art des Bauens die eigene Ökobilanz auf.

Wer also auf umweltgerechte und nachhaltige Baustoffe setzt, kann sich beruhigt sagen, dass er einen wichtigen Beitrag dafür leistet, dass auch seine Kinder und Enkel in einer intakten, lebenswerten Umwelt aufwachsen können. Ökologische Baustoffe gibt es viele: Zu den beliebtesten gehören Lehm, Glas und Holz.

Lehm

Lehm gilt als einer der ältesten Baustoffe der Welt und hat sich über die Jahrhunderte hinweg als Baustoff bewährt. Er zeichnet sich besonders durch seine Widerstandsfähigkeit, Hochwertigkeit und gesundheitliche Verträglichkeit aus. Besonders positiv wirkt sich beim Lehm die Eigenschaft aus, anfallendes Wasser aufzunehmen. „Die in der Raumluft anfallende Feuchtigkeit wird recht schnell vom Putz aufgenommen, zwischengespeichert und beim Absinken der Raumluftfeuchte wieder abgegeben. Die Feuchtigkeit im Raum wird dadurch so reguliert, dass das ganze Jahr über in den mit Lehmputz versehenen Räumen eine für die Bewohner optimale Raumluftfeuchte und angenehmes Wohnklima erzeugt wird“, erklärt Andreas Hillenberg, Spezialist für Naturbaustoffe. Lehmputze sind nicht nur auf Lehmuntergründen einsetzbar, sondern auch auf Materialien wie Kalksandstein, Ziegelstein, Porenbeton. Ob lose oder geformt, gespritzt oder gestampft, modelliert oder geputzt, alle erdenklichen Verarbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten kommen in Betracht.

Schaumglasschotter

Der Baustoff Schaumglasschotter wird aus aufgeschäumtem Altglas hergestellt. In erster Linie wird das Material, das sich durch seine Schadstofffreiheit, hohe Druckstabilität, Unverrottbarkeit und eine hervorragende Energiebilanz auszeichnet, zur Wärmedämmung sowie zur Stabilisierung verwendet. Durch den Einsatz von Glasschotter kann auf den ansonsten bei Dämmung gegen das Erdreich üblichen Schichtenaufbau verzichtet werden. Der hoch belastbare und stabile Schaumglasschotter wirkt als frostsichere Wärmedämmschicht, die die Bodenplatte oder das Betonfundament ersetzt.

Holzfaser

Der Ausgangsstoff für Dämmstoffe aus Holzfasern sind Weichhölzer. Nach der mechanischen Verarbeitung zu Holzfasern wird durch die Beigabe von Wasser das Gemisch zu einem Brei verarbeitet, der anschließend gepresst und getrocknet wird. Bei Weichpaletten aus Holzfasern ist die Zugabe von Bindemitteln nicht notwendig, da das holzeigene Lignin zum Binden ausreicht. Bei der Produktion von „harten“ Holzfaserplatten wird Zement oder Magnesit beigemischt. Dämmplatten aus Holzfasern sind universell verwendbar. Lose Holzfasern können auch als Einblasdämmstoff zum Einsatz kommen. Die gut zu bearbeitenden Dämmplatten aus Holzfasern sind universell einsetzbar. Sie finden in Wänden, Dächern und Decken Verwendung. Neben der wärmedämmenden Wirkung und einer hohen Schalldämmung bieten Holzfasern auch einen sehr guten sommerlichen Wärmeschutz.


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