Navigation:
Auto

Fußgänger in dunkler Kleidung haftet nach Unfall

Ein Fußgänger, der in dunkler Kleidung in der Nacht bei Rot die Straße überquert und dabei von einem Auto angefahren wird, muss allein für den Schaden aufkommen.

Saarbrücken. Eine sonst übliche Haftung des Pkw-Fahrers verneinte das Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken.

In dem Fall war der Kläger gegen 22.30 Uhr als Fußgänger unterwegs und missachtete eine rote Fußgängerampel. Aufgrund der dunklen Bekleidung und des spontanen Überquerens der Straße erkannte ein Autofahrer den Fußgänger nicht rechtzeitig und erfasste ihn mit dem Wagen. Der Fußgänger erlitt bei dem Unfall erhebliche Verletzungen und klagte auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Das zuständige Landgericht wies die Klage in erster Instanz ab. Ein Gutachten bestätigte, dass der Fußgänger die Straße einige Meter hinter der Fußgängerfurt überquert und dabei die Rotlicht anzeigende Fußgängerampel missachtet hatte. Der beklagte Pkw-Fahrer war zum Unfallzeitpunkt deutlich weniger als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde gefahren, so dass ihm kein Verschulden vorzuwerfen war. Das OLG Saarbrücken als Berufungsgericht bestätigte das Urteil des Landgerichts.

(Aktenzeichen: OLG Saarbrücken 4 U 200/10)

dapd


Anzeige

Neuheiten & Motorshows