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VW-Technik in spanischer Verpackung - der Seat Ibiza (hier die dritte Generation, gebaut 2002 bis 2008) gilt als recht zuverlässig, taucht aber in der ADAC-Pannenstatistik auch mit einigen Macken auf.

VW-Technik in spanischer Verpackung - der Seat Ibiza (hier die dritte Generation, gebaut 2002 bis 2008) gilt als recht zuverlässig, taucht aber in der ADAC-Pannenstatistik auch mit einigen Macken auf. © Seat

Verkehr

Athlet der Familie - Seat Ibiza als Gebrauchter

Für Kleinwagen-Interessenten ist ein gebrauchter Seat Ibiza sicher eine Überlegung Wert. Doch es lohnt sich, einen Vergleich mit anderen Kleinwagen-Typen anzustellen - und die Vor- und Nachteile abzuwägen.

Berlin. Im Grunde ist er ein VW Polo aus Spanien. Doch trotz der identischen technischen Basis unterscheidet sich der Seat Ibiza im Design deutlich vom Konzernbruder. Außerdem ist er sportlicher ausgelegt und federt straffer.

In der dritten Generation bot der Seat Ibiza leider auch weniger Platz als ein VW Polo - bei größerer Außenlänge. Was die Robustheit betrifft, ähneln sich die beiden Kleinwagen hingegen sehr. Das verheißt aber nicht unbedingt nur Gutes. Die Mängelschwerpunkte des Ibiza der dritten Generation liegen vor allem in den Bereichen Fahrwerk und Bremsen. So werden bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) oftmals Federn, Dämpfer, Radaufhängung und die Antriebswellen moniert.

Auch die Bremsen sind laut "Tüv-Report 2015" oft in schlechtem Zustand. Ebenfalls problematisch ist der Zustand der Auspuffanlage, und ältere Fahrzeuge ab neun Jahren versagen oft bei der Abgasuntersuchung.

Die Pannenhelfer des ADAC bescheinigen der dritten Generation des Ibiza immerhin eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Mehr als durchschnittlich sei die Pannensicherheit aber nicht. Defekte Zündspulen sorgen bei den Baujahren 2005 bis 2007 für Ärger, Probleme mit der hinteren Bremse beim Baujahr 2008. Der 1,6-Liter-Benziner fiel bis 2008 wegen Fehlern im Motormanagement durch ruckelnde Gasannahme auf. Entladene Batterien sorgten speziell bei den Baujahren 2007 bis 2009 für Pannen.

Um gut fünf Zentimeter überragt der Seat Ibiza den VW Polo, ist dabei aber noch kürzer als der Skoda Fabia I. Er macht das Kleinwagen-Trio des VW-Konzerns komplett, und von Skoda kam auch die Plattform. Als Dreitürer, Fünftürer und als Stufenhecklimousine gab es den Spanier, nie aber als Kombi. Der wurde erst bei der Nachfolgegeneration eingeführt. Deshalb muss man sich mit kleinwagentypischen 270 Litern Kofferraumvolumen zufriedengeben. Nicht aber mit wenig Leistung.

Zwar startet das Angebot mit einem 1,2 Liter kleinen und nur 44 kW/60 PS starken Ottomotor mit drei Zylindern. Doch das Ende ist erst beim Ibiza Cupra mit 132 kW/180 PS erreicht. Und auch Dieselfahrer bekommen ein sportliches Topmodell: Der 1.9 TDI Cupra leistet 118 kW/160 PS. Hier beginnt das Angebot mit 47 kW/64 PS - aus ebenfalls 1,9 Litern Hubraum. Der große, schwache Selbstzünder wurde aber bald durch einen 1.4 TDI mit 51 kW/70 PS ersetzt.

Einen Ibiza 1.2 12V Prima von 2004 mit drei Türen finden Interessenten laut Schwacke für etwa 2350 Euro, wenn 134 000 Kilometer auf dem Tacho stehen. Einen Fünftürer wie den 1.6 16V Reference (77 kW/105 PS) gibt es von 2007 für rund 4800 Euro (98 000 Kilometer). Den ausschließlich dreitürig lieferbaren Ibiza Cupra findet man ab etwa 4500 Euro (Baujahr 2004, 134 000 Kilometer).

Einen dreitürigen Diesel wie den 1.4 TDI Sport Edition von 2005 gibt es laut Schwacke für etwa 3200 Euro (168 200 Kilometer). Einen jungen Fünftürer von 2008 mit 74 kW/100 PS, also etwa den 1.9 TDI Reference, gibt es für rund 5300 Euro (121 400 Kilometer). Noch etwas teurer wird es im Fall des 1.9 TDI FR von 2008, der über 96 kW/130 PS verfügt. Ihn listet Schwacke mit 6550 Euro (121 400 Euro).

dpa


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