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Wissen Sommerreifentest 2019: Viele Transporterreifen fallen durch
Nachrichten Wissen Sommerreifentest 2019: Viele Transporterreifen fallen durch
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12:30 25.02.2019
Gerade das Verhalten der Reifen bei Nässe lässt zu wünschen übrig. Quelle: Christin Iffert
Hannover

Die Sonne scheint, morgens zwitschern die Vögel und die ersten Schmetterlinge flattern umher: Wenn es Richtung Frühling geht, ist es bald wieder Zeit die Sommereifen auf das Auto ziehen zu lassen. Der ADAC hat deshalb je 16 aktuelle Sommerreifenmodelle für Kleinwagen, Vans und Transporter getestet – mit einem unbefriedigendem Ergebnis. Ein Großteil der Nutzfahrzeug-Reifen schnitt mangelhaft ab.

Kriterien für gute Sommerreifen

Die Voraussetzungen, die ein guter Sommerreifen mitbringen muss, um im ADAC-Test zu bestehen, erstrecken sich von der Sicherheit des Fahrers bis hin zur Kosteneinsparung durch einen niedrigen Verschleiß. Wichtig für die gefahrlose Spritztour ist vor allem das Bremsverhalten bei Nässe und damit verbunden die Aquaplaning-Wahrscheinlichkeit. Außerdem werden die Reifen sowohl auf Innen- und Außengeräusche als auch auf einen niedrigen Kraftstoffverbrauch getestet.

Das größte Problem: Verhalten bei Nässe

Das Verhalten der Transporter- und Vanreifen bei Nässe hat bei neun der 16 Varianten für das Ergebnis „mangelhaft“ gesorgt. Die Reifengröße 215/65 R16 C wird vorwiegend für Nutzfahrzeuge im gewerblichen Bereich eingesetzt. Reifen dieser Art sind deshalb oft auf Spritersparnis und Laufleistung ausgelegt – dafür werden auch lange Bremswege bei Nässe und eine instabile Seitenführung in Kauf genommen. „Lediglich beim Continental schlägt das Ergebnis beim Trockenverhalten – neben leichten Schwächen bei Nässe – auf das Endergebnis (3,4) durch“, heißt es in der Meldung des ADAC.

Vans können auch mit PKW-Reifen fahren

Wer also spezielle Transporterreifen montiert hat, sollte sich der vergleichsweise schlechteren Nässeigenschaften bewusst sein und entsprechend vorsichtig fahren. Das bedeutet, die Geschwindigkeit sollte an die Wetterverhältnisse angepasst werden. Auch ein größerer Sicherheitsabstand trägt zu höherer Verkehrssicherheit bei.

Wer diesen Kompromiss nicht eingehen möchte, hat bei vielen Vans im privaten Gebrauch aber die Möglichkeit, PKW-Reifen zu nutzen – die können angesichts der geringen Fahrleistung und Zuladung hier die bessere Wahl sein.

Sommerreifen: Tipps vom ADAC

Der ADAC rät dazu, die Modelle der C-Reifen zu vergleichen – denn auch Transporterreifen könnten immerhin eine befriedigende Nässeperformance bei trotzdem gleichem Verschleiß erzielen. Fahrer von Transportern stehen nämlich ohnehin vor besonderen Herausforderungen: Die Rundumsicht ist schlecht und je schwerer das Fahrzeug durch seine Beladung ist, desto mühsamer wird das Fahren an sich. Dementsprechend sollten bei den Reifen die Sicherheitsaspekte dem wirtschaftlichen Vorteil eines geringen Verschleißes übergeordnet werden.

Sommerreifen für Kleinwagen

Für 185er-Kleinwagen ging der Sommerreifentest deutlich erfreulicher aus: Unter den 16 ausgewählten Modellen hat der ADAC zwei Mal die Note „gut“ und 14 Mal „befriedigend“ vergeben. Allerdings fällt auch hier auf, dass Abzüge hauptsächlich mit Schwächen beim Nassgriff begründet werden.

Der Reifenhersteller „Bridgestone“ gilt als Testsieger. „Der Bridgestone überzeugt mit Bestnoten auf trockener und nasser Fahrbahn. Nur das etwas lautere Geräusch stört die Gesamtbilanz“, so der ADAC.

ADAC-Tipps für den Reifenkauf

Beim Reifenkauf – ob für Transporter, Van oder Kleinwagen – müssen oft Prioritäten gesetzt werden. Der ADAC empfiehlt deshalb Bridgestone oder Vredestein für all die, die auf gute Ausgewogenheit setzen. Wer einen geringen Verschleiß voraussetzt, könne auch Michelin-Reifen in Betracht ziehen. Nimmt man einen höheren Verschleiß allerdings in Kauf, wenn im Gegenzug ein gutes Fahrverhalten geboten wird, solle man den Continental-Reifen wählen.

Von RND/jo

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