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Wissen Mond, Mars und ISS – Das plant die Nasa für die Zukunft
Nachrichten Wissen Mond, Mars und ISS – Das plant die Nasa für die Zukunft
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14:51 27.09.2018
Der Mond aus Sicht der Internationalen Raumstation, aufgenommen von Alexander Gerst. Quelle: Alexander Gerst/ESA/NASA/dpa
Washington

Die Nasa hat ihre offiziellen Pläne für die Zukunft vorgestellt. Der Report, geschrieben für den amerikanischen Kongress, zeigt, was die Weltraumbehörde in den nächsten Jahren mit der Internationalen Raumstation (ISS), auf dem Mond und dem Mars vorhat. Dabei betont die Nasa, dass die „National Space Exploration Campaign“ im Gegensatz zu früheren – nicht nachhaltigen – Vorhaben, wirklich tragfähig ist. Es ist eher ein grober Überblick als ein detaillierte Fahrplan. Doch er zeigt klar: Die Nasa – und die Raumfahrt allgemein – sind auf dem Weg in eine neue Ära.

Abkehr von der ISS – Stärkung von kommerziellen Weltraumunternehmen

Unsere nähere Umgebung, der Erdborbit, die ISS – das ist nicht mehr ganz so interessant für die Nasa. Sie will das Feld lieber kommerziellen Raumfahrtunternehmen wie SpaceX überlassen. Diese sollen dann zum Beispiel die Aufgabe übernehmen, die ISS zu versorgen. Wenn es nach der Nasa geht, wird die Internationale Raumstation mindestens noch bis zum Jahr 2024 als zentrale Langzeit-Raumstation für Menschen dienen. Doch bis zum Jahr 2025 will die Nasa die Ressourcen zum Betrieb der ISS vollständig in andere Projekte stecken.

Zum Mond – und dort bleiben

Denn die Nasa hat ein neues, altes Ziel vor Augen: den Mond. 2023 sollen Nasa-Astronauten in die Umlaufbahn des Mondes zurückkehren, Ende der 2020er sogar wieder auf ihm landen. „Das wäre für die Mehrheit der heute lebenden Menschen die erste Möglichkeit, Zeuge einer Mondlandung zu werden – ein Moment, in dem die Welt in Ehrfurcht und Staunen die Luft anhält“, ist sich die Nasa sicher. Doch bei kurzen Ausflügen soll es dieses Mal nicht bleiben. Die Nasa will – gemeinsam mit internationalen Partnern und der Industrie – eine permanente Präsenz und Infrastruktur um und auf dem Mond errichten. Wichtigstes Element: die „Gateway“-Station.

„Gateway“ soll Ende der 2020er den Mond umrunden und ähnlich wie die ISS Menschen beherbergen. Die Station soll es unter anderem ermöglichen, dass die Astronauten sich länger auf dem Mond aufhalten können. „Gateway“ wird auch helfen, weitere Reisen ins All vorzubereiten, so der Plan der Nasa. Insgesamt wird die Raumstation wohl kleiner als die ISS, das erste Element soll sich 2022 Richtung Mond aufmachen. Bereits zwei Jahre vorher könnten die ersten Roboter-Missionen starten, die Mondoberfläche erforschen und für eine „dauerhafte menschliche Präsenz“ vorbereiten.

 Selbstporträt des NASA Marsrovers «Curiosity» bei der Arbeit auf dem Planeten. Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS/dpa

Weiter zum Mars

Doch auch der Mond ist eigentlich nur Vorbereitung – ein Übungsplatz, „wo wir uns auf zukünftige menschliche Missionen zum Mars und anderen Zielen vorbereiten werden“. Die Vorbereitungen für eine solche Mars-Landung, an die man sich laut Nasa noch lange in der Zukunft mit Ehrfurcht zurückerinnern werde, haben schon begonnen. Auf der ISS werden beispielsweise Langzeit-Weltraumaufenthalte oder auch Lebenserhaltungssysteme untersucht.

Doch bis ein Mensch Fuß auf den Mars setzt, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Die Pläne der Nasa konzentrieren sich daher eher auf die nähere robotische Zukunft als auf ferne menschlichen Marsmissionen. Im November wird „InSight“ auf dem Planeten landen und sein Inneres untersuchen. 2020 dann folgt ein Nasa-Rover, er soll herausfinden, welche Ressourcen den Menschen auf dem Mars zur Verfügung stünden. Eventuelle menschliche Marsflüge würden dann laut Nasa frühestens in den 2030ern starten.

Von Anna Schughart/RND

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