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Nachrichten Wissen Heiß umkämpfte Steckdosenplätze
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08:00 24.12.2017
Plötzlich Patchworkfamilie: Imke Schröder berichtet regelmäßig in ihrer Kolumne, wie es sich mit drei Kindern und einem Mann lebt. Quelle: gpt
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Hannover

Als ich 30 wurde, bekam ich nicht nur einen wunderbaren Mann, sondern er brachte auch gleich drei wunderbare Kinder mit. Heute sind sie fünf, elf und 14 Jahre alt und haben mein Leben gründlich auf den Kopf gestellt. Und da habe ich ganz großes Glück gehabt. Allerdings gibt es eine Sache, von der ich vorher nicht ahnen konnte, wie schmerzlich ich sie vermissen würde. Und dabei geht es nicht um durchgefeierte Nächte, ungestört auf Toilette gehen oder langes Ausschlafen. Nein, die Rede ist von freien Steckdosenplätzen.

Bei drei Kindern, von denen immerhin zwei schon im Handy- und iPod-fähigen Alter sind, ist der Kampf um einen freien Steckdosenplatz ein existenzieller. Vor allem strategisch wichtige Positionen in guter Sofaliegenähe sind heiß begehrt. Sekunden können über Freud und Leid entscheiden. Was, wenn die Whatsapp-Kommunikation abbricht, das neueste Instagram-Bild nicht hochgeladen ist, die neuesten Snaps nicht angeschaut sind und – am allerschlimmsten – das aktuelle Spiel unterbrochen wird. Das wäre hart.

Hart umkämpft: die Steckdosen in der Wohnung. Quelle: Pixabay

Ladegeräte lösen sich in Luft auf

Früher war nämlich nicht nur alles besser, sondern die Akkus unserer Handys hielten auch exorbitant länger. Klar, dafür hat man heute kleine Supercomputer, und muss sich nicht noch zwanzig Festnetznummern (!) in seiner Baby-G-Shock einspeichern. Mitunter allerdings erledigt sich das Problem mit den raren Ladeplätzen von selbst. Dann ist es wie mit den Socken, die regelmäßig von Waschmaschinen und schwarzen Löchern verschluckt werden: Auch Ladegeräte lösen sich auf wundersame Weise in Luft auf. Und das, obwohl wir eine ganze Armada davon besitzen – zudem auch noch für etliche Geräte, über die die Jungs nur müde lächeln würden.

Wenn ich mich dann wie ein Technik-Dinosaurier fühle, lohnt sich eine Spielpause mit der Kleinsten. Die ist nämlich mit ihren fünf Jahren voll retro – und hört am liebsten Kassetten. Ich tauche derweil hinter der Kommode ab. Und lade dort ganz in Ruhe mein Handy auf.

Von Imke Schröder/RND

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