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Die Auswahl ist groß – die meisten Helme haben die Tester überzeugt.

Die Auswahl ist groß – die meisten Helme haben die Tester überzeugt.
 © dpa

Im Test

Großteil der Fahrradhelme bieten Sicherheit

Nahezu jeder zweite Fahrradhelm ist gut – nur wenige Modelle konnten die Tester gar nicht überzeugen.

Hannover.  Obwohl es immer wieder Fahrradunfälle mit schweren Kopfverletzungen gibt, ist das Tragen eines Fahrradhelms bis dato keine Pflicht. Dennoch entscheiden sich inzwischen viele Radler – mal abgesehen von der Altersgruppe der über 70-Jährigen (dort sind es nur 25 Prozent) – für das Tragen eines Helms. Denn, so bestätigen es auch die Tester der Stiftung Warentest: Selbst ein mittelmäßiger Helm schützt besser als gar kein Helm – vor allem an den neuralgischen Punkten Stirn und Schläfe. Während 2015 noch zahlreiche Helme beim Schutz dieser empfindlichen Kopfbereiche im Test durchfielen, haben zahlreiche Hersteller inzwischen nachgebessert. Im aktuellen Test reichten viele Helmschalen an den Seiten weiter nach unten.

Erfreulich auch das Gesamtergebnis: Sieben der aktuell 15 getesteten Fahrradhelme schnitten mit der Gesamtnote „gut“ ab, allen voran der Casco Activ 2 – mit einem Gesamtergebnis von 1,7 ist er der aktuelle Testsieger. Der Helm überzeugte die Prüfer nicht nur, weil er sehr gut vor Kopfverletzungen schützt, sondern weil er obendrein auch noch sehr angenehm sitzt und reichlich Fahrtwind durchlässt – ebenso wie der Zweitplatzierte, der Cratoni Pacer.

Neben einem breiten Mittelfeld konnte einzig der Overade Plixi die Tester nicht so recht überzeugen – als einziger Falthelm im Feld bot er nur ausreichenden Schutz für den Kopf und ließ sich obendrein auch nur schwer an die Schädelform anpassen. Im Bereich „Konstruktion, Belastbarkeit von Riemen und Schloss“ fiel er mit einem mangelhaften Ergebnis zudem gleich ganz durch.

Der „Casco Activ 2“ schützt nicht nur – er sitzt auch bequem, befanden die Tester

Der „Casco Activ 2“ schützt nicht nur – er sitzt auch bequem, befanden die Tester.

Quelle: Hersteller
Bei den Kinderhelmen erhielt der „Nutcase Little Nutty“ gute Noten

Bei den Kinderhelmen erhielt der „Nutcase Little Nutty“ gute Noten.

Quelle: Hersteller

Die besten Helme für den Nachwuchs

Nahezu durchgesetzt hat sich das Tragen eines Fahrradhelms bei den unter Zehnjährigen: Rund zwei Drittel der Kinder dieser Altersstufe sind mit einem Helm unterwegs. Und auch hier kamen die Tester zu einem erfreulichen Ergebnis: Etwa die Hälfte der geprüften Kinderfahrradhelme schützte gut vor Verletzungen. Besonders positiv fiel den Testern der Nutcase Little Nutty auf. Er überzeugte in den entscheidenden Bereichen Unfallschutz und Handhabung von allen getesteten Helmen am meisten. Direkt hinter dem Testsieger konnte sich der Abus Anuky platzieren, im Bereich der „Abstreifsicherheit“ und der „Erkennbarkeit im Dunkeln“ schnitt dieses Modell sogar besser als der Gesamtsieger von Nutcase ab.

Anders als bei den Erwachsenenmodellen, raten die Tester bei den Kinderfahrradhelmen gleich von vier Modellen ab: Der Giro Scamp Mips, der Melon Urban Active und der Abus Scraper Kid waren mit Schadstoffen in kritischen Mengen belastet. Besonders alarmierend: Der Melon Urban Active und der O’Neal Dirt Lid Kids können zudem bei Stürzen vom Kopf rutschen, da die tatsächliche Größe erheblich vom deklarierten Kopfumfang abweicht.

Tipp

Auch Helme altern und verlieren dadurch ihre Schutzwirkung – deshalb sind die Hersteller verpflichtet, auf ihren Helmen ein Verfallsdatum anzugeben. Ist dies nicht der Fall, reicht auch das Herstellungsdatum. Allerdings muss man in diesem Fall als Verbraucher wissen, dass die Lebensdauer eines Helms je nach Hersteller bei etwa drei bis fünf Jahren liegt – auch diese sollte in der Gebrauchsanleitung ausgewiesen sein. Ganz grundsätzlich gilt: Spätestens nach einem Sturz auf den Helm sollte sich jeder Radfahrer einen neuen kaufen.

Von RND/dpa


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