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Wissen Drohne im Wohngebiet – Was ist erlaubt und was nicht?
Nachrichten Wissen Drohne im Wohngebiet – Was ist erlaubt und was nicht?
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13:10 06.07.2018
Quelle: @ Fesenko - depositphotos.com
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Neue Gesetze in der Drohnenverordnung

Seit 2017 gibt es die sogenannte Drohnenverordnung, die ganz klar die Benutzung und Kennzeichnung von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen regelt. Denn vor allem durch Drohnen in Verbindung mit Wohngebieten ist es bereits zu mehr als einer Meinungsverschiedenheit zwischen Bewohnern und Drohnenbesitzern gekommen.

Dabei gibt es hierfür eine ganz klare Regelung. Das Fliegen einer Drohne über Wohngebieten ist verboten, wenn eines der folgenden Kriterien gegeben ist:

  • Die Drohne hat ein Gewicht von min. 250 Gramm
  • Die Drohne verfügt über eine Kamera oder Wärmebildkamera oder ist in der Lage, akustische Signale aufzunehmen oder zu versenden
  • Die Drohne wird per Funksignal gesteuert und übermittelt FPV-Bilder
  • Der Eigentümer oder Mieter des betroffenen Grundstücks hat dem Fliegen der Drohne nicht ausdrücklich zugestimmt.

Einfach gesagt: Wenn Ihre Drohne weniger als 250 Gramm wiegt und weder Bilder, noch Film- oder Audioaufnahmen macht, darf sie fliegen. Sollte es sich um Ihr eigenes Grundstück handeln oder der Grundstücksbesitzer Ihnen eine Erlaubnis erteilt haben, dürfen Sie auch größere Drohnen oder solche mit Aufnahmefunktion starten lassen.

So oder so: Völlig egal, um welche Art von Drohne es sich handelt, sollten Sie den Flug im Vorfeld mit den Nachbarn absprechen, wenn Sie im Wohngebiet fliegen möchten. Es erspart Ihnen möglicherweise unnötige Diskussionen und die Nachbarn haben ein besseres Gefühl, wenn sie wissen, wem das unbekannte Flugobjekt über ihrem Garten gehört.

Worauf ist außerdem zu achten?

Neben den Regelungen in Bezug auf das Fliegen in Wohngebieten gibt es eine Menge Gesetze, an die Sie sich als Drohnenbesitzer zu halten haben.

Wo ist das Fliegen von Drohnen verboten?

Generell dürfen Sie Ihre Drohne nur in Sichtweite fliegen. Über “sensiblen Bereichen” ist das Fliegen verboten. Dazu gehören zum Beispiel Einsatzorte von Polizei und Rettungskräften, Naturschutzgebiete oder auch Kontrollzonen von Flugplätzen. Aber auch Krankenhäuser und bestimmte Verkehrswege gehören beispielsweise dazu. Die ganze Auflistung finden Sie hier.

Was ist die Kennzeichnungspflicht für Drohnen?

Wenn Ihre Drohne mehr als 250 Gramm wiegt, braucht sie eine Plakette. Darauf müssen Ihr Name und Ihre Adresse stehen. Außerdem sollte die Plakette dauerhaft und feuerfest beschriftet sein.

Was ist der Kenntnisnachweis für Drohnen?

Wenn Ihre Drohne zwei Kilogramm oder mehr wiegt, müssen Sie besondere Kenntnisse nachweisen. Dazu gehören zum Beispiel wichtige luftrechtliche Grundlagen oder auch die örtliche Luftraumordnung. Den Kenntnisnachweis können sie bei anerkannten Stellen machen. 

Was ist die Erlaubnispflicht für Drohnen?

Ab fünf Kilogramm brauchen Sie für Ihre Drohne außerdem eine Erlaubnis der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde. Eine behördliche Ausnahmeerlaubnis brauchen Sie auch, wenn Sie ihre Drohne in einer Höhe ab hundert Metern fliegen lassen wollen.

 

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