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SETZT AUF VIDEOCHAT: VZ-Geschäftsführerin Petra Kristandt (großes Bild). VZ-Vorstand Randolph Fries (kleines Bild links) und VZ-Finanzexperte Andreas Gernt kritisieren die Undurchschaubarkeit der Angebote für Girokonten.

SETZT AUF VIDEOCHAT: VZ-Geschäftsführerin Petra Kristandt (großes Bild). VZ-Vorstand Randolph Fries (kleines Bild links) und VZ-Finanzexperte Andreas Gernt kritisieren die Undurchschaubarkeit der Angebote für Girokonten.
© Foto: Schaarschmidt

BERATUNG

Verbraucherzentrale bastelt am Videochat

Obwohl im Internet nahezu zu jedem Thema etwas zu finden ist – die Beratung durch die Verbraucherzentrale ist keineswegs aus der Mode. Vergangenes Jahr haben wieder mehr Menschen sich hier helfen lassen. Und jetzt soll das bald auch von Zuhause aus gehen, per Videochat.

HANNOVER. Der Rat der Verbraucherzentrale (VZ) Niedersachsen scheint wieder stärker gefragt: Allein die Zahl der Abrufer des Internet-Angebots sei um 38 Prozent auf 1,6 Millionen geklettert, erklärte VZ-Vorstand Randolph Fries während der Jahrespressekonferenz am Montag in Hannover. Auch die Zahl der persönlichen Beratungen habe um fünf Prozent auf 84 000 zugelegt. „Daran merkt man, dass man unsere Hilfe braucht“, sagte Fries.

Diese Nachfrage ist ein Grund dafür, dass die VZ noch in diesem Jahr ein weiteres Angebot starten will: Beratung per Videochat. Derzeit werde die Technik dafür installiert, nach den Sommerferien soll es los gehen. Der Videochat habe etwa Vorteile wie den, dass bei einer Beratung der Ratsuchende auch das von ihm gemeinte Schriftstück zeigen könnte – was die Sache etwa im Vergleich zur Telefonberatung erleichtern dürfte, hofft Fries. Mit diesem Projekt verspricht sich die VZ auch „eine Rückkehr in die Fläche“ – denn in den vergangenen Jahren war das Netz der Beratungsstellen und damit das Beratungsangebot in Niedersachsen ausgedünnt worden.

Mehr als jede fünfte Anfrage der 84 000 habe das Thema Telekommunikation/Internet betroffen. Besonders oft gab es Probleme mit Fake-Shops – also vorgeblichen Handelsseiten, die aber nur das Geld abzockten und keine Ware lieferten, berichtete VZ-Geschäftsführerin Petra Kristandt. Immer noch Thema sind dubiose Inkassoschreiben, von denen sich immer noch viele Menschen einschüchtern ließen, und „am Telefon untergeschobene Verträge“. VZ-Rat war auch bei Flüchtlingsorganisationen und den Flüchtlingen selbst gefragt, da gebe es „großen Bedarf an Aufklärung“ – etwa über das Prinzip automatische Laufzeitverlängerung bei Telekommunikationsverträgen.

VZ-Finanzexperte Andreas Gernt hat sich erneut die Giro-Konten-Angebote der Banken angeschaut. Fazit: Seit dem Herbst, als die VZ erstmals ihren Marktcheck Girokonto präsentierte, habe sich nicht viel getan. Die Lage sei durch „mangelnde Transparenz, teilweise sehr komplizierte Modelle“ gekennzeichnet – und „nur Gutverdiener profitieren häufig von günstigen Konditionen – Einkommensschwache werden bestraft!“ So ist das Giro der Commerzbank im Normalfall nur kostenlos, wenn monatlich 1200 Euro eingehen, bei der Postbank 3000 Euro – und wenn das alles online geschieht. Fries kennt nur einen Grund für die verwirrende Vielfalt: „Das dient dazu, den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen!“

Von Ralph Hübner


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