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Im Tarifkonflikt mit der Post lässt Verdi die Muskeln spielen.

Im Tarifkonflikt mit der Post lässt Verdi die Muskeln spielen. © Uwe Zucchi

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Zweite Woche Dauerstreik bei der Post

Im Dauerstreik bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi von den Arbeitgebern einen Kompromiss gefordert. Eine solche Vereinbarung müsse "alle Aspekte" umfassen, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis einer Mitteilung zufolge.

Berlin. e. Der unbefristete Streik ging am Montag in die zweite Woche, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Es gibt auch keinen neuen Gesprächstermin.

"Wir weiten den Arbeitskampf schrittweise aus", sagte ein Verdi-Sprecher. Rund 19 000 Angestellte hätten sich am Montag beteiligt, das seien etwa 1000 mehr als bisher. Ein Post-Sprecher bezifferte die Gesamtzahl etwas niedriger auf 18 300. Die meisten Briefe und Pakete würden aber dennoch befördert: 85 Prozent der rund 65 Millionen Briefe und 75 Prozent der 3,5 Millionen Pakete.

Die Gewerkschaft will vor allem die 49 regionalen Gesellschaften mit geringerer Bezahlung im Post-Paketgeschäft wieder in den regulären Haustarif aufnehmen. Im Gegenzug hatte sie Anfang Juni einen moderaten Gehaltsabschluss angeboten. Das Angebot lehnt die Post aber ab. "Ein moderater Abschluss allein ist keine dauerhafte Lösung", sagte der Post-Sprecher. "Wir müssen den Lohnkostenabstand zum Wettbewerb ausgleichen." Die Regionalgesellschaften mit geringerer Bezahlung seien unverzichtbar.

Die Post zahlt im Haustarif 17,70 Euro, in den Regionalgesellschaften im Schnitt nach Darstellung des Sprechers rund 13 Euro. Damit liege die Post aber auch mit den Regionalgesellschaften vielfach noch deutlich über der Konkurrenz. Verdi wirft dem Unternehmen dagegen vor, seine Gewinne von fast drei Milliarden Euro 2014 auf Kosten niedrigerer Löhne noch weiter in die Höhe schrauben zu wollen.

"Die unbefristeten Streiks zeigen, dass die Beschäftigten hinter Verdi stehen", sagte Kocsis. Allerdings beschäftigt die Post zahlreiche Beamte, die am Streik nicht teilnehmen dürfen.

dpa


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