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Im Euroraum stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juni gegenüber dem Vormonat um 31.000 an. Insgesamt verharrt die Quote aber auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren.

Im Euroraum stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juni gegenüber dem Vormonat um 31.000 an. Insgesamt verharrt die Quote aber auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren. © Julian Stratenschulte

EU

Zahl der Arbeitslosen im Euroraum steigt leicht

Mehr Arbeitslose im Euroraum: Die Zahl der Männer und Frauen ohne Job ist im Juni gegenüber dem Vormonat um 31 000 Personen auf 17,756 Millionen gestiegen. Dieser erste Zuwachs seit September vergangenen Jahres ist vor allem auf den Anstieg der Arbeitslosenzahl in Italien zurückzuführen.

Luxemburg. Die Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent blieb in den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung aber unverändert, wie das Europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg mitteilte. Die Quote verharrt damit weiter auf dem niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Die höchsten Quoten verzeichnete erneut das krisengeschüttelte Griechenland mit 25,6 Prozent nach jüngsten Daten vom April, gefolgt von Spanien mit 22,5 Prozent im Juni. Im Jahresverlauf zeichnet sich für diese Länder allerdings eine Verbesserung ab: So ist die Quote in Griechenland zwischen April 2014 und April 2015 um 1,4 Prozentpunkte gesunken. In Spanien fiel der Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung seit Juni 2014 sogar um zwei Prozentpunkte. In Portugal fiel die Quote um 1,9 Punkte auf 12,4 Prozent.

Einen Anstieg von 12,5 auf 12,7 Prozent gab es hingegen zwischen Mai und Juni in Italien - in absoluten Zahlen wuchs die Zahl der Arbeitslosen dort innerhalb eines Monats um 55 000. Eine Wende zum Besseren sei aber kurzfristig möglich, kommentierte die ING-Bank, da die Unternehmen Einstellungen planten. Auch die wirtschaftliche Lage deute nicht auf weitere Zuwächse im Jahresverlauf hin.

Die anteilig wenigsten Arbeitslosen meldete Deutschland mit 4,7 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit hatte am Vortag zwar eine Quote von 6,3 Prozent gemeldet - allerdings beziehen sich die Daten auf den Juli und die Berechnungsmethoden der Nürnberger und Luxemburger Statistiker unterscheiden sich. Die zweitniedrigste Quote hatte laut Eurostat Tschechien mit 4,9 Prozent. In beiden Ländern gab es eine Verbesserung im Jahresverlauf.

Besonders schwierig bleibt die Lage nach wie vor für junge Menschen in Südeuropa. In Griechenland hatten im April 53,2 Prozent der Männer und Frauen unter 25 Jahren keinen Job, in Spanien waren es im Juni 49,2 Prozent und in Italien 44,2 Prozent. In Deutschland lag die Quote bei 7,1 Prozent. Im Schnitt aller Euro-Staaten lag sie bei 22,5 Prozent. Diese Werte sind aber nicht unmittelbar vergleichbar mit der Gesamtquote: Studenten ohne Job werden ausgeklammert, das verkleinert die Bezugsgruppe. Dadurch fällt jeder einzelne Arbeitslose mehr ins Gewicht.

Ingesamt waren im Juni 3,18 Millionen junge Menschen im Euroraum ohne Job, das waren 225 000 weniger als vor einem Jahr.

In allen 28 EU-Ländern waren im Juni 23,296 Millionen Menschen arbeitslos, das entspricht einer unveränderten Quote von 9,6 Prozent.

dpa


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