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Ein Arbeiter baut in einem Werk der ZF Friedrichshafen AG ein Getriebe zusammen: Die Auftragsbücher der deutschen Maschinenbauer sind weiter gut gefüllt.

Ein Arbeiter baut in einem Werk der ZF Friedrichshafen AG ein Getriebe zusammen: Die Auftragsbücher der deutschen Maschinenbauer sind weiter gut gefüllt. © Felix Kästle/Illustration

Maschinenbau

Weiterhin große Aufträge für deutsche Maschinenbauer

Die Maschinenbauer haben im April erneut viele gute Aufträge erhalten. Allerdings verzerren Großaufträge das Bild, warnt der Verband. Die Robotiksparte zählt sich aber schon zu den Gewinnern.

Frankfurt/Main. Die deutschen Maschinenbauer haben auch im April dicke Aufträge erhalten. Zu unveränderten Preisen (real) lag der Wert der Bestellungen 3 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt berichtete.

Wie bereits im Vormonat seien allerdings vor allem einzelne Großaufträge für den Zuwachs verantwortlich gewesen. Nach wie vor gebe es aber keinen klaren Wachstumstrend, erklärte Chef-Volkswirt Ralph Wiechers.

Die Aufträge kamen im April verstärkt aus dem Inland, wo der Bestellwert um 11 Prozent zulegte. Im März hatte hingegen Kunden aus Übersee für positive Zahlen gesorgt. Im April lagen die Auslandsorder hingegen 1 Prozent unter dem Vorjahresmonat, wobei die Bestellungen aus Drittländern die Einbußen aus dem Euroraum fast ausgleichen konnten.

Im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich Februar bis einschließlich April verbuchten die Maschinenbauer insgesamt ein Auftragsplus von 10 Prozent. Der Verband bleibt aber bei seiner verhaltenen Einschätzung: "Das konjunkturelle Grundgeschäft kommt nach wie vor ohne Wachstum daher", sagte Wiechers.

Nach vorläufigen Zahlen ist der Maschinen-Export im ersten Quartal des Jahres um 2 Prozent zurückgegangen. Allerdings müsse insbesondere im Euroraum mit Nachmeldungen gerechnet werden, so dass letztlich eine Stagnation erwartet werde. Im Geschäft mit Drittländer gab es schwache Zahlen für China und Indien sowie ein leichtes Wachstum in die USA. Im seit Jahren rückläufigen Geschäft mit Russland sei man offenbar auf der Talsohle angekommen und registriere eine regere Nachfrage nach Landmaschinen sowie Anlagen für die Produktion von Textilien und Nahrungsmitteln.

Glänzende Geschäfte erwartet für dieses und die kommenden Jahre die Sparte Robotik und Automation, die ihrem 2015er-Umsatzrekord von 12,2 Milliarden Euro weiteres Wachstum um 2 Prozent folgen lassen will, wie der VDMA-Fachbereich mitteilte. In den kommenden Jahren sei nach Einschätzung der International Federation of Robotics (IFR) weltweit mit einer sehr dynamischen Nachfrage nach Industrierobotern zu rechnen. Der Bestand werde von 2016 bis 2018 jährlich um 12 Prozent wachsen - auf dann 2,3 Millionen Industrie-Roboter.

dpa


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