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Der Talanx-Konzern hatte ein bewegtes erstes Halbjahr. Dennoch bestätigt er seine Jahresprognosen.

Der Talanx-Konzern hatte ein bewegtes erstes Halbjahr. Dennoch bestätigt er seine Jahresprognosen. © Holger Hollemann

Versicherungen

Versicherungskonzern Talanx legt im Ausland kräftig zu

Deutschlands drittgrößter Versicherungskonzern Talanx erwartet trotz eines verringerten Ergebnisses in den ersten sechs Monaten fürs Gesamtjahr weiter einen Überschuss von über 700 Millionen Euro.

Hannover. Die Mutter des weltweit drittgrößten Rückversicherers Hannover Rück profitierte im ersten Halbjahr von einem guten Geschäft im Ausland. Es legte kräftig zu und glich damit die Rückgänge im deutschen Privatkundenbereich und dem Rückversicherungsgeschäft der Tochter Hannover Rück aus. Konzernweit blieben die Prämieneinnahmen in den ersten sechs Monaten mit knapp 15 Milliarden Euro stabil, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Hannover mitteilte.

Unterm Strich stand ein Überschuss von 381 (Vorjahr: 410) Millionen Euro. Im Vorjahr hatte jedoch der Verkauf von Aktien den Gewinn des Allianz- und Munich-Re-Konkurrenten nach oben getrieben. Finanzvorstand Immo Querner betonte in einer Telefonkonferenz unter Hinweis auf das wachsende Eigenkapital, eine unterdurchschnittliche Schadensbilanz bei Naturkatastrophen sowie ein leichtes Bruttoprämien-Wachstum: "Wir sind mit dem Halbjahr sehr zufrieden"."Wir sind dort gewachsen, wo wir es auch wollten."

Ein Wermutstropfen war die überdurchschnittliche Entwicklung von Feuerschäden bei industriellen Großkunden; zwei Drittel der Schäden des ersten Halbjahrs konzentrierten sich auf den Monat Juni - dazu kamen Verwüstungen durch das Sturmtief "Ela" über Pfingsten.

Querner: "Hier sprechen wir über etwa 20 Millionen Euro Belastung nur in der Industrieversicherung." Zusätzlich kommen weitere 20 Millionen Euro Schaden von Privat- und Firmenkunden sowie noch 33 Millionen für die Rückversicherung, so dass "Ela" insgesamt mit 73 Millionen Euro zu Buche schlägt. Der Sturm hat Talanx vor allem in Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich schwer getroffen.

Wachstumstreiber waren unter anderem das Privat- und Firmengeschäft, vor allem in Südamerika und der Türkei, aber auch in Italien. Dort steigerten hohe Einmalbeiträge in der Lebensversicherung die Einnahmen um 80,8 Prozent auf 587 Millionen (Vorjahr: 325 Mio). Fürs Gesamtjahr erwartet Talanx - vor allem durch Auslandsgeschäft getrieben - ein Bruttoprämien-Wachstum zwischen zwei und drei Prozent sowie eine Eigenkapitalrendite von rund zehn Prozent.

dpa


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