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Real ist aus dem Tarifvertrag für den Einzelhandel ausgestiegen und will einen Haustarif mit geringerer Bezahlung verhandeln.

Real ist aus dem Tarifvertrag für den Einzelhandel ausgestiegen und will einen Haustarif mit geringerer Bezahlung verhandeln. © Oliver Berg

Handel

Verdi kämpft mit Arbeitsniederlegungen gegen Tarifausstieg bei Real

Am Freitag rief die Gewerkschaft zu Warnstreiks in rund 30 Real-Supermärkten in Nordrhein-Westfalen auf. Weitere Arbeitsniederlegungen in der Weihnachtszeit sind angekündigt.

Düsseldorf. Mit Warnstreiks in rund 30 Real-Supermärkten in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi am Freitag der Forderung nach einer Rückkehr der Handelskette in die Tarifbindung Nachdruck verliehen.

Nach Gewerkschaftsangaben kamen rund 900 Beschäftigte des Metro-Tochterunternehmens an regionalen Streikversammlungen in Düsseldorf und Dortmund.

Die seit langem ertragsschwache Metro-Tochter war im Sommer aus dem Tarifvertrag für den Einzelhandel ausgestiegen und will einen Haustarif mit geringerer Bezahlung durchsetzen. Das Unternehmen verweist darauf, dass nur noch ein Drittel der Unternehmen im Handel tarifvertraglich gebunden sei. Unternehmen ohne Tarifvertrag hätten deutlich bessere Kostenstrukturen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müsse Real auf diese Entwicklung reagieren.

Die Gewerkschaft lehnt die Pläne des Unternehmens jedoch ab. Während die Beschäftigten auf Geld verzichten sollten, habe der Vorstand die Dividende für die Metro-Aktionäre um elf Prozent angehoben, kritisierte die Bereichsleiterin Handel bei Verdi NRW, Silke Zimmer.

Real beschäftigt in seinen rund 300 SB-Warenhäusern in Deutschland etwa 38 000 Mitarbeiter. Bei den letzten - allerdings bundesweiten - Warnstreiks im September waren 4000 Menschen dem Aufruf zu einer Demonstration vor dem Real-Mutterkonzern Metro in Düsseldorf gefolgt. Auch in den kommenden Tagen soll es weitere Streikaktionen im ganzen Bundesgebiet geben.

dpa


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