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TRANSPARENT: Hauptsitz des Versicherungs- und Finanzkonzerns VHV Gruppe in Hannover-List.

TRANSPARENT: Hauptsitz des Versicherungs- und Finanzkonzerns VHV Gruppe in Hannover-List.
© Foto: dpa

VERSICHERUNGEN

VHV investiert so viel wie nie

Der hannoversche Versicherungskonzern VHV muss viel Geld in die Hand nehmen, um den Anforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung entsprechen zu können – der interne Umbau und die Anpassung der eingesetzten EDV- und IT-Systeme soll mehrere Jahre dauern. Das Management setzt darauf, dass die Mitarbeiter mitziehen, wie bei vorangegangenen Projekten – und dass unterm Strich die Zahl der Arbeitsplätze nicht sinken wird.

HANNOVER. Die VHV Versicherungsgruppe steht laut ihrem Vorstandsvorsitzenden Uwe Reuter vor dem größten Projekt ihrer Geschichte: „Wir werden mehrere hundert Millionen Euro in die Digitalisierung investieren“, erklärte er am Donnerstag Medienvertretern in der hannoverschen Konzernzentrale. Dabei werde binnen fünf Jahren alles Digitale „grunderneuert“; der erste Schritt von „goDigital“, wie das Vorhaben intern heißt, soll kommenden Herbst umgesetzt sein.

Die VHV-Gruppe werde in zehn Jahren „deutlich anders aussehen“, sagt Reuter. Es würden sich „Aufgaben verändern oder entfallen“, gleichzeitig neue Aufgaben entstehen. Außerdem erwartet der Vorstandsvorsitzende, „dass wir künftig noch ein Stück mehr für unseren Erfolg tun werden müssen“. Das steht so auch in dem Brief an die etwa 3000 Mitarbeiter, der traditionell kurz vor Jahresende geschrieben wird und auch ankündigt, wie hoch der Jahresbonus dieses Mal sein wird – es sollen mindestens zwei Bruttomonatsgehälter werden für jeden VHV-Mitarbeiter. Zuletzt gab es zwei Mal 2,5 Gehälter.

Reuter und seine Vorstandskollegen sind sicher, dass das den Mitarbeitern keine Angst macht oder für Unsicherheit sorgt: „Wir machen das alles sehr transparent, wir nehmen alle mit und wir starten eine Qualifizierungsoffensive“, versichern die Manager. Man habe ja schon bei den internen Umbauten der vergangenen Jahre gezeigt, dass das keine Stellenstreichungsprogramme sind. Reuter: „Im Gegenteil, wir haben die letzten vier Jahre jeweils gut 100 neue Stellen geschaffen, trotz Produktivitätssteigerung – dieses Jahr auch.“ Solange die VHV (zu ihr gehört auch die Hannoversche Leben) weiter wachse, könnte das so weiter gehen.

Allerdings sei es nicht einfach, den Erfolg zu halten oder auszubauen. So stünde man auch zunehmend dem Anspruchsverhalten gegenüber, dass Kunden etwa im Umgang mit Internetgrößen wie Amazon erwerben. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht einschlafen, nur weil es ein paar Jahre lang gute Ergebnisse gab“, warnt Reuter. Das zu Ende gehende Jahr sei „ordentlich“ gelaufen, man werde ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreichen – das sei keine Selbstverständlichkeit: „2017 war anstrengender, hat uns mehr Kraft und Aufwand gekostet für ein annähernd gleiches Ergebnis.“ Ursache seien nicht nur verstärkte Anstrengungen der Konkurrenz. Zu schaffen machten ständig neue Vorgaben des Gesetzgebers, etwa beim Datenschutz. „Man kann den Eindruck gewinnen, dass die Politik daran Gefallen gefunden hat“, erklärt der Manager. Dies und die gestiegene Bedeutung des Risikomanagements hätten dazu geführt, dass der Vorstand von fünf auf sechs Köpfe vergrößert werde. Für 2018 peilt Reuter „ein positives Ergebnis“ an, Ziel sei der Erfolg dieses Jahres – was „schwierig werden wird“.

Von RALPH HÜBNER


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