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Ein Verkaufsschild vor einem Haus in den USA. Die amerikanischen Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik.

Ein Verkaufsschild vor einem Haus in den USA. Die amerikanischen Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. © Justin Lane (Archivbild)

Banken

US-Banken drohen neue Milliardenzahlungen

Fehlerhafte Hauspfändungen könnten die großen US-Kreditinstitute erneut teuer zu stehen kommen. Nach Medienberichten haben 14 Banken und Finanzdienstleister das Wochenende über mit staatlichen Bankenregulierern über einen Vergleich verhandelt, der insgesamt rund 10 Milliarden Dollar schwer sein soll.

New York/Washington. Das Abkommen könnte noch im Laufe des Montags verkündet werden, schrieben unter anderem die "New York Times" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Die amerikanischen Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Das Thema ist in den USA brandheiß, weil durch das Platzen der Immobilienblase und die anschließende Finanz- und Wirtschaftskrise Millionen Amerikaner ihr Eigenheim verloren haben, weil sie ihre Kreditraten nicht mehr zahlen konnten. Viele Schuldner haben ihr Haus dabei zu Unrecht verloren, wie die Bankenregulierer sagen.

Vor allem das sogenannte Robo-Signing hatte für Empörung gesorgt. Übersetzt bedeutet dies "roboterhaftes Unterschreiben". Gemeint ist damit, dass völlig überlastete Sachbearbeiter sich angesichts der schieren Masse der Fälle kaum Zeit für eine eingehende Prüfung der Unterlagen genommen haben sollen, sondern stattdessen im Minutentakt die Pfändungsbescheide erstellt haben. Bereits im Februar 2012 gab es deshalb einen 25 Milliarden Dollar schweren Vergleich zwischen den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten sowie Großbanken wie JPMorgan Chase, Bank of America oder Citigroup.

Diese Namen fallen auch jetzt wieder. Dieses Mal sitzen demnach jedoch der Bankenregulierer OCC sowie die Notenbank Fed auf der anderen Seite des Verhandlungstischs. Die Behörden hatten bereits im Jahr 2011 den Finanzfirmen Auflagen bei Hauspfändungen gemacht und mit weiteren Konsequenzen gedroht. Von den neuerlichen Milliarden dürften die geschädigten Hausbesitzer aber nur einen Teil direkt ausgezahlt bekommen, der Rest der Summe dürfte auf Erleichterungen in laufenden Kreditfällen entfallen.

dpa


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