Navigation:
ABGESAGT: Gespräche der Tuifly mit der Air-Berlin-Tochter Niki über ein Gemeinschaftsunternehmen sind abgebrochen worden.

ABGESAGT: Gespräche der Tuifly mit der Air-Berlin-Tochter Niki über ein Gemeinschaftsunternehmen sind abgebrochen worden.
© dpa

Luftfahrt-Touristik

Tuifly-Niki-Hochzeit geplatzt

Eigentlich hätten die Fluglinien Tuifly Deutschland und Niki Luftfahrt schon längst gemeinsame Sache machen sollen. Doch aus bloßer Verzögerung ist jetzt das Aus für das Projekt geworden – offenbar hat die arabische Etihad als maßgeblicher Gesprächspartner jetzt andere Pläne.

HANNOVER. Der Traum vom gemeinsamen Ferienflieger ist geplatzt: Die Gespräche über eine Zusammenlegung der Tuifly mit der Air-Berlin-Tochter Niki sind abgebrochen worden. Maßgeblich dafür ist aus Sicht des hannoverschen Tui-Konzerns die Entwicklung bei der arabischen Fluglinie Etihad, dem größten Air-Berlin-Gesellschafter.

In einem Schreiben an die Tui-Belegschaft heißt es laut der Nachrichtenagentur dpa, dass Etihad die Niki offenbar nicht mehr aus der in finanziellen Tzurbuolenzen steckenden Air-Berlin herauslösen wolle und für die beiden Fluggesellschaften wohl eine „Perspektive für das Gesamtunternehmen“ anstrebe – das sei etwas anderes, als man im Dezember als Gesprächsgrundlage vereinbart habe.

Tui-Konzernvorstand Sebastian Ebel teilte am Donnerstag mit, dass Niki nicht mehr für ein Gemeinschaftsunternehmen zur Verfügung stehe, der Konzern aber „die Neupositionierung der deutschen Tuifly weiter vorantreiben werde. Nach wie vor würde „eine starke europäische Touristik-Airline sehr viel Sinn“ ergeben, da der Luftverkehr in Deutschland „durch Überkapazitäten geprägt“ sei.

Konzernsprecher Michael Röll sagte der NP, dass „wir die Tür jetzt nicht zumachen werden, sondern sie offen halten für ein Gemeinschaftsunternehmen oder mögliche Partner“.Die Tui bleibt damit auf der Suche nach einem Partner. Solange der nicht gefunden ist, werde man die bei der Tuifly Deutschland (2400 Beschäftigte) eingeleiteten Maßnahmen fortführen. Das sei „ein Effizienzprogramm, das nichts mit dem Abbau von Arbeitsplätzen zu tun hat!“ Das Management habe „nichts im Fokus, was den Mitarbeitern Sorge bereiten müsste“, sagte Röll. Auch für den Flugbetrieb habe das keine Folgen: Der Sommerflugplan 2018 sei längst erstellt – unabhängig von Niki. Abgesehen davon wäre auch die Zustimmung des Kartellamts einzuholen gewesen, wäre der Plan mit Air-Berlin/Etihad besiegelt worden.

Was genau Etihad zum Kurswechsel bewog, ist unklar – gemutmaßt wird, dass auch ein noch nicht abgeschlossner Wechsel in der dortigen Führung eine Rolle spielt.

Die Kabinenpersonalgewerkschaft UFO forderte die Tui auf, ein Alternativkonzept vorzulegen – und vielleicht gar eine Lösung mit Eurowings (Lufthansa) oder Condor (Thomas Cook) anzustreben – die Situation könne auch eine Chance für alle bieten, wenn die große Tui „eine aktive Rolle spielt“.

Die Absicht, Tuifly Deutschland und Niki in ein gemeinsames Unternehmen einzubringen, dessen Firmensitz Wien sein sollte, hatte im vergangenen Herbst dazu geführt, dass sich viele um ihre Zukunft besorgte Tuifly-Beschäftigte krank meldeten und so viele Jets am Boden blieben oder verzögert ihre Ziele ansteuerten. Die Beschäftigten wurden mit einer dreijährigen Standortgarantie für Hannover beruhigt. Viele Fluggäste nahmen das Ungemach nicht hin – es kam zu einer Klagewelle gegen die Tuifly, die immer noch am Laufen ist.

Von RAlLPH HÜBNER


Anzeige
DAX
Chart
DAX 12.139,00 -1,02%
TecDAX 2.255,75 -0,51%
EUR/USD 1,1738 -0,28%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

RWE ST 20,32 +1,04%
FMC 79,60 +0,70%
FRESENIUS... 69,72 +0,48%
DT. BANK 14,01 -3,19%
HEID. CEMENT 80,33 -1,30%
DT. POST 35,04 -1,27%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 124,50%
Crocodile Capital MF 102,07%
Allianz Global Inv AF 99,22%
BlackRock Global F AF 96,84%
Commodity Capital AF 90,58%

mehr