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Bezogen auf die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres konnten die Japaner einen Rekordgewinn ausweisen. Foto: Franck Robichon

Bezogen auf die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres konnten die Japaner einen Rekordgewinn ausweisen. Foto: Franck Robichon

Auto

Toyota legt dank schwachen Yens zu

Während Volkswagen wegen der Abgas-Affäre erstmals seit vielen Jahren rote Zahlen schreibt, fährt der japanische Rivale Toyota kräftige Gewinne ein. Rückenwind verschafft den Japanern der schwache Yen.

Tokio. Der japanische Volkswagen-Rivale Toyota hat den Gewinn im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres dank des schwachen Yen und Kostensenkungen kräftig gesteigert.

Wie der Autobauer bekanntgab, fiel zwischen Juli und September unter dem Strich ein Ertrag von 611,7 Milliarden Yen (rund 4,6 Mrd Euro) an. Das ist ein Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Der Umsatz legte um 8,4 Prozent auf 7,1 Billionen Yen (53,6 Mrd Euro) zu. Im selben Quartal hatte VW wegen des Abgas-Skandals erstmals seit über 20 Jahren wieder rote Zahlen geschrieben.

Während Toyota für das noch bis zum 31. März 2016 laufende Gesamtgeschäftsjahr weiter von einem Nettogewinn von 2,25 Billionen Yen ausgeht, haben die Wolfsburger ihre Jahresprognose gekappt. Seine eigene Umsatzprognose senkte Toyota leicht auf 27,5 statt bisher 27,8 Billionen Yen.

Dabei hatte Volkswagen noch zur Halbzeit 2015 die lange angestrebte Rolle des weltgrößten Autobauers von Toyota übernommen. Bis spätestens 2018 wollte der Dax-Riese diese Position einnehmen.

Doch inzwischen hat Toyota beim Absatz wieder die Nase vorn. Bezogen auf die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres konnten die Japaner zudem einen Rekordgewinn in Höhe von 1,26 Billionen Yen ausweisen. Der Umsatz kletterte um 8,9 Prozent auf 14,09 Billionen Yen.

Zwar ging der Absatz insgesamt um rund 198 000 Autos auf etwa 4,3 Millionen Stück zurück. Doch dank Fortschritten bei der Senkung der Kosten und einer Verbesserung der Profitabilität sowie der günstigen Wechselkurse habe man den auch Betriebsgewinn steigern können. Eine schwache einheimische Währung verbilligt Verkäufe im Ausland - für einen exportorientierten Anbieter wie Toyota ein wichtiger Faktor.

Zudem profitierte der Konzern von der robusten Nachfrage in Nordamerika, wo Toyota im ersten Geschäftshalbjahr 1,4 Millionen Autos absetzte, knapp 18 000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf dem japanischen Heimatmarkt verkaufte Toyota dagegen fast 985 000 Autos, etwa 46 000 weniger als in der ersten Hälfte des Vorjahres.

Auch in Europa sank der Absatz um 6800 Autos auf insgesamt 407 000 Fahrzeuge. In Asien setzte Toyota rund 654 000 Autos ab, ein Rückgang zum Vorjahr um mehr als 101 000 Einheiten. Für das Gesamtgeschäftsjahr revidierte der Konzern, zu dem auch die Nutzfahrzeugtochter Hino Motors sowie der Kleinwagenanbieter Daihatsu gehören, seine Verkaufsprognose von 8,95 Millionen auf 8,75 Millionen Einheiten etwas nach unten.

dpa


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