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Glück im Unglück: Die Hackerattacke auf die Telekom sei glimpflich verlaufen, sagt das Unternehmen.

Glück im Unglück: Die Hackerattacke auf die Telekom sei glimpflich verlaufen, sagt das Unternehmen.
 © dpa

Nach Hacker-Angriff

Telekom-Kunden kommen wieder ins Netz

Durchatmen bei allen Telekom-Kunden: Im Laufe des Dienstag sollen alle Probleme behoben worden sein. Die Cyberattacke auf die Router sei schlecht vorbereitet gewesen, heißt es vom Unternehmen. Es hätte noch viel schlimmer kommen können.

Berlin.  Die gute Nachricht: Die von der Telekom aufgespielte Filtersoftware hat funktioniert, die Zahl der betroffenen Router sei spürbar zurückgegangen, sagte Telekom-Sprecher Georg von Wagner im RBB-Inforadio: „Die Schadsoftware war schlecht programmiert, sie hat nicht funktioniert und hat nicht das getan, was sie hätte tun sollen.“ Ansonsten wären die Folgen des Angriffs noch viel schlimmer gewesen. Die Zahl der akut betroffenen Router sei von 900.000 dramatisch zurückgegangen, „wir gehen davon aus, dass wir heute keine Probleme mehr sehen werden“.

Eine Spur zu den Cyberterroristen haben die Techniker der Telekom noch nicht gefunden. Wagner: „Wer dafür verantwortlich ist, wissen wir nicht. An Spekulationen wollen wir uns nicht beteiligen.“ Der Kommunikations-Riese bereite sich derweil auf weitere Attacken vor, gleichwohl betont Wagner: „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit gegen Hackerangriffe.“

Schönebohm fordert Gütesiegel

Für den Präsidenten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist der jüngste Angriff Gruind genug, schärfere Sicherheitsstandards zu fordern. „Je vernetzter die Welt ist und je allgemeiner Massenprodukte wie Router weltweit baugleich im Netz eingesetzt werden, desto verwundbarer sind unsere Netz-Infrastrukturen“, sagte BSI-Chef Arne Schönbohm der „Welt“.

Fordert schärfere Regeln

Fordert schärfere Regeln: BSI-Chef Arne Schönbohm mit Innenminister Thomas de Maizière.

Die Attacke auf die Router von Telekomkunden sei vergleichsweise glimpflich verlaufen. „Dieses Mal haben wir noch Glück gehabt – der Angriff hat nicht richtig funktioniert“, sagte Schönbohm. Die Angreifer hätten nach einer ersten BSI-Analyse schlampig gearbeitet: Die Speedport-Router der Kunden seien durch den Angriff zwar abgestürzt, eine Schadsoftware aber hätten die Täter nicht installieren können.

Hersteller zu Updates zwingen

Schönbohm regte an, für Geräte wie DSL-Router, die von asiatischen Herstellern wie Arcadyan oder Huawei massenhaft hergestellt werden, verstärkt Sicherheits-Gütesiegel einzusetzen. „Wir wollen im Rahmen der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung Gütesiegel und Zertifikate für IT-Sicherheit ausbauen, die Mindeststandards im Internet der Dinge garantieren“, sagte Schönbohm. „Dazu könnte auch gehören, die Hersteller zu regelmäßigen und zeitnahen Sicherheitsupdates zu verpflichten, die automatisch aufgespielt werden.“

Eine solche Verpflichtung sei nur auf europäischer Ebene sinnvoll. Mit einem deutschen Alleingang lasse sich nicht viel erreichen, sagte Schönbohm. Der BSI-Präsident kritisierte, dass viele Hersteller diese Sicherheitsupdates insbesondere bei älteren Netzgeräten vernachlässigten: „Mir sind Beispiele bekannt, wo Lücken monatelang bestehen bleiben.“

Von RND/dpa

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