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Tabak wird teurer

Weniger Werbung, dafür höhere Preise. Der Tabakkonzern Reemtsma kündigt eine Preiissteigerung ab Juli an, Mitbewerber BAT will nachziehen. Ernährungsminister Christian Schmidt will unterdessen die bereits eingeschränkte Werbefreiheit für Tabakprodukte in ein Werbeverbot umwandeln

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Hamburg. Raucher müssen sich von Mittwoch an auf höhere Preise für Drehtabak einstellen. Der Preis für einen 30-Gramm-Beutel Feinschnitt steige ab Juli um durchschnittlich 30 Cent auf fünf Euro, kündigte das Hamburger Traditionsunternehmen Reemtsma an. Die größeren Packungen und Dosen verteuern sich entsprechend. Reemtsma (Gauloises Blondes, Drum, Van Nelle, Schwarze Hand) halte an seiner "vernünftigen und margenorientierten Preispolitik konsequent fest", erklärte ein Unternehmenssprecher.

Nach Informationen der "Lebensmittelzeitung" erhöht auch der Mitbewerber BAT (Samson, Javaanse Jongens, Schwarzer Krauser) seine Preise in ähnlichem Maße. Eine Unternehmenssprecherin wollte dazu aber keine Angaben machen. Zum 1. Januar war die fünfte Stufe der 2010 beschlossenen Anhebung der Tabaksteuer in Kraft getreten. Die Zigarettenpreise wurden von den Herstellern bereits angepasst. Deutschlands Raucher brachten dem Staat im ersten Quartal 2015 knapp drei Milliarden Euro ein, ein Anstieg von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Von Januar bis Ende März wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Tabakwaren im Verkaufswert von 5,2 Milliarden Euro versteuert.

Ernährungsminister Christian Schmidt will derweil die Tabak-Werbung auch auf Plakaten und im Kino verbieten. Damit wäre die Tabakwerbung bundesweit komplett -nicht wie bisher mit Einschränkungen - untersagt. "Deutschland ist neben Bulgarien das einzige Land in der Europäischen Union, in dem die Außenwerbung für Zigaretten noch erlaubt ist", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung (Samstag). "Dies konterkariert unsere intensiven Bemühungen in der Tabakprävention gerade bei Kindern und Jugendlichen."

Der Deutsche Zigarettenverband kritisierte die Pläne scharf. "Erstmals dürfte damit in Deutschland für ein legales Produkt nicht mehr geworben werden", erklärte Geschäftsführer Jan Mücke. "Damit würde für eine ganze Branche künftig eine beispiellose Wettbewerbsbeschränkung in Kraft treten."


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