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In der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) landete die Bundesrepublik bei der industriellen Standortqualität auf dem fünften Rang von 45 untersuchten Ländern.

In der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) landete die Bundesrepublik bei der industriellen Standortqualität auf dem fünften Rang von 45 untersuchten Ländern. © Jan Woitas (Symbolbild)

Wirtschaftspolitik

Studie: Deutschland als Industriestandort immer stärker

Deutschland ist einer Studie zufolge als Industriestandort im internationalen Vergleich weiter auf dem Weg nach oben. In der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) landete die Bundesrepublik bei der industriellen Standortqualität auf dem fünften Rang von 45 untersuchten Ländern.

Berlin. Deutschland habe sich damit von 1995 bis zum Jahr 2010 um neun Plätze verbessert, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. Spitzenreiter sind nach wie vor die USA, gefolgt von Schweden, Dänemark und der Schweiz.

Das IW erstellte die Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Dieses wollte wissen, welche Bedingungen und Standortfaktoren Industrieunternehmen in Deutschland brauchen, um sich gegenüber der Konkurrenz behaupten zu können. Bei den am häufigsten als bedeutsam genannten Faktoren Energie, Rohstoffe und staatlicher Ordnungsrahmen erhielt Deutschland von der Industrie die Note 2,0 (gut).

Das IW errechnete für die Studie einen Index der industriellen Standortqualität. Dazu wurden 58 Indikatoren einbezogen, etwa Infrastruktur, Fachkräftenachwuchs oder Arbeitsmarktregulierung. Zusätzlich wurden mehr als 2200 deutsche Unternehmen befragt.

Unter den etablierten Wirtschaftsnationen gehöre Deutschland zu den wenigen, die sich noch dynamisch entwickelten, berichtete Hüther. Es zähle daher zur Ländergruppe "Strong and Growing" (stark und wachsend), in der sich nur noch Australien, Österreich, Belgien, Südkorea, Luxemburg und Norwegen befinden.

Zu den Stärken Deutschlands gehören nach der Analyse unter anderem der große Wettbewerb auf den Gütermärkten, die gute Logistik-Infrastruktur, das relativ gute Angebot an Fachkräften und eine lange Wertschöpfungskette von der Grundstoffherstellung bis zu Verkauf und Service. Als Schwächen macht das IW unter anderem eine strikte Arbeitsmarktregulierung, hohe Arbeitskosten und ein geringes Bevölkerungswachstum aus.

dpa


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