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Eon muss erneut Milliarden Euro auf seine Gas- und Kohlekraftwerke abschreiben. Das war zwar angekündigt, drückt aber kräftig auf den Kurs der Eon-Aktie.

Eon muss erneut Milliarden Euro auf seine Gas- und Kohlekraftwerke abschreiben. Das war zwar angekündigt, drückt aber kräftig auf den Kurs der Eon-Aktie. © Julian Stratenschulte/Archiv

Energie

Strompreisverfall bringt Eon schmerzhafte Milliarden-Verluste

Der Strompreisverfall an der Börse bringt Deutschlands größtem Energiekonzern Eon neue schmerzhafte Milliardenverluste. Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf Konzernkreise von einem Rekord-Fehlbetrag für die ersten neun Monate von mehr als fünf Milliarden Euro wegen hoher Abschreibungen auf Kraftwerke.

Düsseldorf. e. So hohe Buchverluste gab es in der Geschichte des 2000 gegründeten Unternehmens noch nie. Zuletzt hatte Eon für das Gesamtjahr 2014 einen Fehlbetrag von 3,2 Milliarden Euro verbucht, der ebenfalls mit hohen Abschreibungen in dem Fall vor allem auf Auslandskraftwerke begründet wurde.

Zu dem Bericht über neue tiefrote Zahlen wollte ein Eon-Sprecher am Dienstag nichts sagen. Eon legt am Mittwoch seine Quartalszahlen vor und ist vorher zum Stillschweigen verpflichtet. Das Unternehmen hatte aber bereits Anfang September für das Herbstquartal einen Wertberichtigungsbedarf "in der Größenordnung eines höheren einstelligen Milliarden Euro Betrages" angekündigt. Laut "Handelsblatt" entsteht der Fehlbetrag durch Wertberichtigungen in einer Höhe von mehr als acht Milliarden Euro vor allem auf konventionelle Kraftwerke.

Das Unternehmen leidet wie die gesamte Branche unter dem dramatischen Verfall der Preise im Stromgroßhandel. Innerhalb von vier Jahren haben sie sich halbiert. Eon bereitet derzeit eine Konzernaufspaltung in einen konventionellen und einen erneuerbaren Teil vor. Dabei ist offenbar der erhebliche Wertberichtigungsbedarf aufgefallen. An der Börse sackte der Kurs der Eon-Aktie bis zum Mittag um rund zwei Prozent auf knapp 9,30 Euro ab. Der Wert der Papiere hat sich damit innerhalb von fünf Jahren mehr als halbiert.

dpa


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