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Premierministerin Theresa May: Nach dem ersten Brexit-Schock kehren die britischen Unternehmen allmählich wieder zur Normalität zurück. Foto: Tomasz Gzell

Premierministerin Theresa May: Nach dem ersten Brexit-Schock kehren die britischen Unternehmen allmählich wieder zur Normalität zurück. Foto: Tomasz Gzell

Konjunktur

Stimmung in britischer Industrie besser als vor Brexit-Votum

Die Stimmung in britischen Industrieunternehmen ist nach einem vorübergehenden Einbruch wieder besser als vor dem Brexit-Votum. Der entsprechende Indikator sei um 5,0 auf 53,3 Punkte gestiegen, teilte das Marktforschungsunternehmen Markit in London mit.

London. Das ist der stärkste Zuwachs in der fast 25-jährigen Geschichte der Datenerhebungen. Der Indikator ist damit auf dem höchsten Niveau seit Oktober 2015.

Ökonomen führen die robusten Zahlen unter anderem auf eine positive Wirkung des schwachen britischen Pfunds auf die Exportwirtschaft zurück. Außerdem kehrten die Unternehmen nach dem ersten Brexit-Schock allmählich wieder zur Normalität zurück.

Das britische Pfund legte nach den Daten um mehr als einen US-Cent zu und kostete bis zu 1,3266 US-Dollar. Der robuste Stimmungsindikator liegt deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. Experten hatten dagegen einen Wert von 49,0 Punkten erwartet; sie waren also von einer drohenden Schrumpfung der Industrieproduktion ausgegangen.

Einer der Hauptgründe für die positive Entwicklung ist laut Markit-Ökonomen das durch das Brexit-Votum deutlich geschwächte britische Pfund. Der Kursverfall stützt die britische Exportwirtschaft, weil Produkte von der Insel aus Sicht des Auslands billiger und damit erschwinglicher werden. Nach dem Brexit-Votum hat das Pfund gegenüber dem Dollar um circa 13 Prozent an Wert verloren.

Hinzu komme, dass die Unternehmen nach dem ersten Brexit-Schock allmählich wieder zur Tagesordnung zurückkehrten, sagte Robson. "Die Unternehmen berichten, dass Geschäftstätigkeiten, die im Juli zunächst nach hinten verschoben wurden, nun wieder aufgenommen wurden, weil die Hersteller und ihre Kunden allmählich wieder anfangen, zum Alltagsgeschäft zurückzukehren."

dpa


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