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© imago/Müller-Stauffenberg

VERBRAUCHERZENTRALE

Sparkasse wehrt sich gegen Kritik

Ist es okay, wenn die Sparkasse Hannover nur eine Anlaufstelle in der City bietet, damit Flüchtlinge ihr Basiskonto anlegen können? Kritik kam von der Verbraucherzentrale – jetzt wehrt sich die Bank.

HANNOVER. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZN) hat der Sparkasse Hannover vorgeworfen, Anträge für ihr „Jedermannkonto“ nur in einer Filiale der Innenstadt entgegenzunehmen und zu bearbeiten. Dieses Basiskonto auf Guthabenbasis (kann nicht überzogen werden) muss jede Bank per Gesetz anbieten. Die Sparkasse macht es laut VZN Flüchtlingen, Obdachlosen und anderen Menschen in schwieriger Lage unnötig schwer und nötige ihnen Zeitaufwand und Fahrtkosten auf, besonders, wenn sie in der Region lebten. Die meisten anderen Banken böten diesen Service in jeder Filiale – während die Sparkasse als Grund für die Zentralisierung besondere Anforderungen und Kompetenzen der Mitarbeiter benannt habe (NP berichtete).

Jetzt hat sich die Sparkasse dazu geäußert – und weist die Kritik der Verbraucherschützer zurück. Die bank verweist darauf, dass sie „seit jeher“ in der Stadt Hannover die Auszahlungen des Sozialamtes leistet. Durch die steigenden Flüchtlingszahlen im Jahr 2015 hätten diese Barauszahlungen stark zugenommen – worauf man als einzige Bank in der Region ein Interimsverfahren angewandt habe, dass es geflüchteten Menschen „erheblich vereinfachte, bei uns ein Konto zu eröffnen“.

Seit Herbst habe es die Sparkasse mit Sonderaktionen, vereinfachten Verfahren und an verschiedenen Standorten 2000 Flüchtlingen ermöglicht, „unkompliziert ein Konto zu eröffnen“. Dies zudem „lange, bevor andere Kreditinstitute gesetzlich dazu verpflichtet wurden“ (das Gesetz gilt seit Juni 2016). Auch hätten bisher insgesamt rund 5000 Flüchtlinge aus der Landeshauptstadt und dem Umland ein Konto bei der Sparkasse eröffnet – man kenne Wettbewerber, deren Zahl da lediglich „im mittleren zweistelligen Bereich“ liege.

Seit Jahresanfang sei der Bedarf an Kontoeröffnungen stark rückläufig. Da eine solche Kontoeröffnung allein wegen der Sprach- und Legitimationsfragen sehr anspruchsvoll sei, biete man am Standort Goseriede (Steintor) diesen Service mit entsprechend kompetenten Mitarbeitern an, gebe man auch Hilfe im Umgang mit Ämtern. Das sei „Unterstützung, die weit über das gesetzliche Muss hinausgeht“. Von daher sei die Kritik und Darstellung der VZN „recht eindimensional“ – und man werde mit der Verbraucherzentrale auch noch einmal Kontakt aufnehmen.

Von Ralph Hübner


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