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Für das laufende Geschäftsjahr hat Ryanair-Chef Michael O'Leary das Gewinnziel um ein Viertel nach oben geschraubt.

Für das laufende Geschäftsjahr hat Ryanair-Chef Michael O'Leary das Gewinnziel um ein Viertel nach oben geschraubt. © Patrick Pleul

Luftverkehr

Sommerurlauber beflügeln Ryanair - Aktie auf Rekordhoch

Ein Ansturm von Sommerurlaubern und billiges Kerosin beflügeln die Gewinnpläne von Ryanair. Weil Europas größter Billigflieger seine Flugtickets zudem zu überraschend hohen Preisen losschlagen kann, setzte Vorstandschef Michael O'Leary sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr kräftig nach oben.

Dublin. n.

Damit peilt der Lufthansa-Rivale aus dem irischen Dublin den ersten Milliardengewinn seiner Geschichte an.

Die Ryanair-Aktie reagierte mit einem Freudensprung auf die Nachrichten. Am Morgen sprang der Aktienkurs zeitweise um fast zehn Prozent nach oben und erreichte mit 14,265 Euro den höchsten Stand seiner Geschichte. Das Unternehmen ist an der Börse derzeit fast 19 Milliarden Euro wert - und damit rund dreieinhalb Mal so viel wie die Lufthansa.

Konkret erwartet O'Leary für das Geschäftsjahr bis Ende März 2016 einen Überschuss zwischen 1,175 und 1,225 Milliarden Euro. Das ist rund ein Viertel mehr als das bisherige Ziel von 940 bis 970 Millionen Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Ryanair unter dem Strich 867 Millionen Euro verdient. Vergangene Woche hatte bereits der britische Billigflieger Easyjet seine Gewinnprognose für sein Ende September auslaufendes Geschäftsjahr angehoben.

Die Billigflieger jagen Linienfluggesellschaften immer mehr Passagiere und Umsätze ab. O'Leary peilt für das Geschäftsjahr 2015/16 nun 104 Millionen Passagiere an. Das wären gut 13 Millionen mehr als im Vorjahr und eine Million mehr als bislang prognostiziert.

Die fallenden Spritpreise dürften den Passagieren angesichts der zumindest gleich teuren Flugtickets kaum zugutekommen. Ryanair rechnet für den Teil des Treibstoffs, den das Unternehmen zu aktuellen Preisen einkauft, zwar mit noch geringeren Preisen als bislang, will den Vorteil aber selbst als Gewinn einstreichen.

dpa


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