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Auf dem Gelände einer Recyclingfirma in Hamburg sind Ölfässer gestapelt, um sie später zu reinigen und neu zu befüllen.

Auf dem Gelände einer Recyclingfirma in Hamburg sind Ölfässer gestapelt, um sie später zu reinigen und neu zu befüllen. © Kay Nietfeld/Illustration

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Sinkende Ölpreise dürften Inflation niedrig halten

Sinkende Energiepreise dürften die Inflation in Deutschland auch im August sehr niedrig gehalten haben. Nachdem die jährliche Teuerungsrate im Mai noch bei 0,7 Prozent gelegen hatte, fiel sie bis Juli wieder auf 0,2 Prozent.

Wiesbaden. Am Nachmittag berichtet das Statistische Bundesamt in einer vorläufigen Schätzung, ob sich der Abwärtstrend im August fortgesetzt hat.

Gegen stärker steigende Verbraucherpreise spricht, dass etwa die Ölpreise zuletzt weiter gesunken sind. Diese Entwicklung spüren auch Autofahrer in Deutschland: Ein Liter E10 kostet nach Zahlen des ADAC derzeit 1,363 Euro, ein Monat zuvor waren es noch 1,447 Euro.

Schon im Juli hatten sich leichtes Heizöl (minus 22,4 Prozent) und Sprit (minus 7,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr deutlich verbilligt. Die niedrige Inflation stärkt die Kaufkraft der Verbraucher, zumal die Tarifabschlüsse in diesem Jahr weit über der Preissteigerungsrate liegen.

Den Währungshütern bereitet die Entwicklung dagegen Kopfzerbrechen. Denn die Inflation in Deutschland und im Euroraum ist weit entfernt von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die ein stabiles Preisniveau bei knapp unter 2,0 Prozent anstrebt. Um diesen Wert wieder zu erreichen, pumpt die EZB seit Anfang März vor allem über den Kauf von Staatsanleihen pro Monat etwa 60 Milliarden Euro in den Markt.

Zuletzt hatte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet eingeräumt, dass die schwache Preisentwicklung den Währungshütern Sorge bereite. Die EZB sei notfalls aber zu weiteren geldpolitischen Schritten bereit, sagte Praet: "Es sollte keine Zweifel geben bezüglich des Willens und der Fähigkeit des EZB-Rates zu handeln, falls es nötig wird."

dpa


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