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Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, informiert zu dem von Russland angekündigten Importstopp.

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, informiert zu dem von Russland angekündigten Importstopp. © Frank Boxler

Agrar

Schmidt: Russland kann Importstopp kaum durchhalten

Russland kann nach Einschätzung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt seinen Importstopp für europäische Agrargüter nicht über längere Zeit durchhalten.

Berlin. "Der Selbstversorgungsgrad der russischen Landwirtschaft beträgt 60 Prozent. Die Lücken, etwa in der Milchwirtschaft, kann Russland nicht alleine schließen", sagte der CSU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Deshalb solle die Europäische Union mit Konsequenzen aus dem Importstopp vorsichtig sein.

Schmidt erwartet für den europäischen Agrarmarkt "eher geringe Auswirkungen" des Importstopps. Diesen hatte Russland als Reaktion auf die EU-Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise verfügt.

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) zeigte sich stärker beunruhigt über die Folgen des russischen Importstopps. "Meine Sorge ist ein Preisverfall für unsere Produkte." Milch, Obst, Gemüse und Fleisch, die bisher aus europäischen Nachbarländern nach Russland exportiert wurden, drängten nun verstärkt auf den deutschen Markt. "Das kann kurz- und mittelfristig ein Problem werden", sagte Meyer der Zeitung.

dpa


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