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Die Deutsche Bahn hatte Ende vergangenen Jahres Klage gegen ThyssenKrupp und andere Schienenhersteller wegen illegaler Preisabsprachen eingereicht.

Die Deutsche Bahn hatte Ende vergangenen Jahres Klage gegen ThyssenKrupp und andere Schienenhersteller wegen illegaler Preisabsprachen eingereicht. © Oliver Berg

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"SZ": Schienenkartell schädigt Verkehrsbetriebe

Ein Schienenkartell um den Stahlkonzern ThyssenKrupp soll nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) in weit über hundert Fällen auch kommunale Verkehrsbetriebe geschädigt haben.

Berlin/Essen. In zahlreichen Städten seien Nahverkehrsgesellschaften in den vergangenen drei Jahrzehnten zu überhöhten Preisen mit Schienen und Weichen zum Beispiel für Straßenbahnprojekte beliefert worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Ermittlungsunterlagen des Bundeskartellamtes.

In den Unterlagen seien Berlin, München, Bremen, Essen, Düsseldorf, Rostock, Schwerin, Magdeburg, Halle, Leipzig, Erfurt, Jena und Gotha genannt, so die Zeitung. Ein ThyssenKrupp-Sprecher wies auf Anfrage darauf hin, dass dem Unternehmen bislang keine bezifferten Forderungen von betroffenen Nahverkehrs-Unternehmen vorlägen. Zu Details wollte er keine Stellung nehmen. Sprecher des Bundeskartellamts und der Bochumer Staatsanwaltschaft verwiesen auf die noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen und wollten zu Einzelheiten keine Stellung nehmen.

Die Deutsche Bahn hatte Ende vergangenen Jahres Klage gegen ThyssenKrupp und andere Schienenhersteller wegen illegaler Preisabsprachen eingereicht. Darin fordert das bundeseigene Unternehmen Schadensersatz in Millionenhöhe.

Auch die kommunalen Verkehrsbetriebe verlangten, ihren Schaden erstattet zu bekommen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Sie stimmten sich deshalb untereinander ab. Dies geschehe nach Angaben der Stadtwerke München über den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in dem zahlreiche Stadtwerke und andere Betreiber von lokalen und regionalen Bahnen organisiert sind. Ein VDV-Sprecher bestätigte einen laufenden "Informationsaustausch" unter den betroffenen Unternehmen.

dpa


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