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600 Arbeitsplätze beim nordhessischen Solartechnikherstellers SMA Solar sind gefährdet.

600 Arbeitsplätze beim nordhessischen Solartechnikherstellers SMA Solar sind gefährdet. © Uwe Zucchi/Archiv

Energie

SMA Solar streicht mehr als jeden zehnten Job

Der Solartechnikhersteller SMA Solar reagiert mit neuen massiven Stellenstreichungen auf die anhaltende Krise der Branche. Das Unternehmen kündigte nach einer Gewinnwarnung an, rund 600 der noch bestehenden 5000 Jobs weltweit zu streichen.

Kassel. Dabei ist die letzte Personalrunde gerade erst abgeschlossen.

Im laufenden Geschäftsjahr droht nach den abgesenkten Prognosen im schlimmsten Fall ein operativer Verlust von 45 Millionen Euro, wie SMA in Niestetal bei Kassel mitteilte. Bei positivem Verlauf sei höchstens eine schwarze Null erreichbar.

Bislang hatte der Vorstand noch einen Gewinn von 20 Millionen Euro für realistisch gehalten. Beim Umsatz rechnet SMA nun mit bis zu 950 Millionen Euro, bisher waren 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro angepeilt. Die Aktie stürzte bis zum Mittag um mehr als 13 Prozent ins Minus.

Gründe für das schleppende Geschäft sind die sinkende Nachfrage nach Subventionsstreichungen in Europa und ein starker Verdrängungswettbewerb im Weltmarkt. Als Reaktion will SMA Vertrieb und Verwaltung straffen sowie das Entwicklungsbudget zusammenstreichen. Wie viele der Stellenstreichungen auf Nordhessen entfallen, stehe noch nicht fest. Erst im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen einen Personalabbau eingeleitet, von dem 800 Mitarbeiter in Deutschland betroffen waren.

SMA-Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon hatte bereits nach dem verhagelten ersten Quartal durchscheinen lassen, dass die Ziele auf wackligen Beinen stehen. 2013 hatte der Markteinbruch in Europa den erfolgsverwöhnten Solartechnikhersteller in den Verlust gedrückt.

Für deutsche Unternehmen ist es schwierig, in Asien Fuß zu fassen, der chinesische Markt ist für europäische Hersteller so gut wie verschlossen. Dazu drückt weiterhin eine Überproduktion auf die Preise. Immerhin ist SMA Solar über die zugekaufte Tochter Zeversolar in China vertreten. Deren Einkaufs- sowie Entwicklungsmöglichkeiten wollen die Hessen sich zunutze machen. Die Kooperation mit dem dänischen Unternehmen Danfoss soll das Produktspektrum verbessern.

dpa


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