Navigation:
Die USA sind für Porsche einer der wichtigsten Märkte weltweit. In Atlanta zeigt das Unternehmen mit einem millionenteuren Hauptquartier Flagge.

Die USA sind für Porsche einer der wichtigsten Märkte weltweit. In Atlanta zeigt das Unternehmen mit einem millionenteuren Hauptquartier Flagge. © Erik S. Lesser/Archiv

Auto

Porsche SE: Etappensieg gegen Hedgefonds-Verfahren in USA

Die verlorene Übernahmeschlacht mit VW hat der Porsche Holding milliardenschwere Klagen eingebracht, Anleger fühlten sich getäuscht. Nun hat das Unternehmen vor einem US-Gericht in einem Verfahren einen Teilerfolg erzielt.

Stuttgart. Ein Berufungsgericht habe entschieden, dass New York nicht der richtige Gerichtsstand für die Beurteilung der Ansprüche der Hedgefonds sei, teilte die Porsche Holding SE am Donnerstagabend in Stuttgart mit. "Das ist ein Etappensieg für uns", sagte ein Unternehmenssprecher. Er verwies aber auf ein weiteres Verfahren auf Bundesebene.

26 Fondsgesellschaften werfen dem Konzern Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung vor. Der New York State Supreme Court hatte einen Antrag auf Klageabweisung zunächst zurückgewiesen, dagegen war Porsche in Berufung gegangen und bekam nun Recht. Die Kläger können laut Porsche dagegen nun innerhalb von 30 Tagen Rechtsmittel einlegen.

Die Hedgefonds wollen in den USA insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Dollar (heute 1,06 Milliarden Euro) von der Porsche-Holding. Die Fondsgesellschaften hatten vor dem New York State Supreme Court geklagt, nachdem das dortige Bundesgericht Ende 2010 eine Klage gegen die Porsche Holding abgewiesen hatte.

In einem separaten Verfahren wird in den USA zudem auf bundesstaatlicher Ebene ebenfalls über Zuständigkeitsfragen verhandelt. Die Porsche SE hatte dabei in erster Instanz gewonnen. Die Gegenseite hat Berufung eingelegt, eine Entscheidung erwartet Porsche in den kommenden Wochen.

Das Unternehmen kämpft infolge des 2009 zu Ende gegangenen Übernahmekampfs mit Volkswagen auch in Deutschland mit mehreren Klagen. Darüber hinaus ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wegen der gescheiterten Übernahme unter anderem gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Die Behörde hatte kurz vor Weihnachten Anklage gegen den 60-Jährigen wegen Aktienkursmanipulation erhoben. Wiedeking weist die Vorwürfe zurück.

Der kleine Sportwagenbauer hatte ursprünglich den viel größeren VW-Konzern übernehmen wollen. Doch die Stuttgarter häuften einen massiven Schuldenberg an und scheiterten im Sommer 2009 mit ihren ehrgeizigen Plänen. Volkswagen drehte daraufhin den Spieß um.

Seit August gehört das in der Porsche AG gebündelte Sportwagengeschäft komplett zu Europas größtem Autokonzern. Damit setzen die Wolfsburger den Schlusspunkt unter eine lange Hängepartie um das Zusammengehen der einstigen Rivalen, das hohe Einsparungen ermöglichen soll.

Die Porsche SE ist eine Holding, die etwa die Anteile an VW und Dividendenansprüche verwaltet. Sie will aber bald strategische Zukäufe in der Autowelt angehen. Denkbar ist auch ein Einstieg ins Rohstoffgeschäft oder die Energiebranche. Das Klagerisiko infolge der Übernahmeschlacht blieb bei der Porsche Holding.

dpa


Anzeige
DAX
Chart
DAX 12.980,50 -0,08%
TecDAX 2.494,25 +0,31%
EUR/USD 1,1750 -0,19%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LINDE 181,49 +1,99%
INFINEON 22,70 +1,27%
HEID. CEMENT 85,50 +0,70%
DT. BANK 14,13 -1,94%
MÜNCH. RÜCK 185,40 -1,28%
MERCK 93,23 -1,01%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
AXA World Funds Gl RF 162,25%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
BlackRock Strategi AF 114,86%

mehr