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Ölpumpen stehen auf einem Ölfeld bei Los Angeles. Öl und Gas sind seit jeher ein gigantisches Geschäft. Momentan aber verdienen die Konzerne besonders gut.

Ölpumpen stehen auf einem Ölfeld bei Los Angeles. Öl und Gas sind seit jeher ein gigantisches Geschäft. Momentan aber verdienen die Konzerne besonders gut. © Paul Buck/Archiv

Öl

Ölmultis verdienen glänzend

Öl und Gas erweisen sich durch die Bank als höchst lukratives Geschäft für die Multis. Dank einer höheren Fördermenge, besserer Preise und des Verkaufs von Firmenteilen konnten ExxonMobil, Shell und ConocoPhillips ihre Gewinne im zweiten Quartal kräftig steigern.

Irving/London. ExxonMobil machte dabei seinem Ruf als Primus der Branche alle Ehre: Das US-Unternehmen aus Texas verdiente pro Tag annähernd 100 Millionen Dollar netto (75 Mio Euro), wie aus den am Donnerstag vorgelegten Geschäftszahlen hervorgeht.

Insgesamt stieg das Quartalsergebnis von ExxonMobil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf unterm Strich 8,8 Milliarden Dollar (6,6 Mrd Euro). Zu dem Gewinnsprung hätten neben dem laufenden Betrieb auch Verkäufe von Firmenteilen beigetragen, erklärte Konzernchef Rex Tillerson. Zu ExxonMobil gehören in Deutschland die Esso-Tankstellen.

Alle drei Sparten des Multis warfen mehr Geld ab: die Förderung von Öl und Gas, die Weiterverarbeitung in den Raffinerien und der anschließende Verkauf von Benzin und Diesel wie auch das Chemiegeschäft. Die Aktie von ExxonMobil fiel dennoch um mehr als 2 Prozent. Im Gegensatz zu den beiden Rivalen war die Fördermenge merklich gesunken.

Der heimische Konkurrent ConocoPhillips profitierte von einer höheren Produktion in Texas und North Dakota. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern 2,1 Milliarden Dollar. Das war zwar nur etwas mehr als im Vorjahreszeitraum. Um Sondereffekte bereinigt, betrug das Plus jedoch 11 Prozent.

"Die operative und finanzielle Entwicklung war sehr stark im zweiten Quartal", erklärte Firmenchef Ryan Lance am Sitz in Houston. Er rechnet 2014 mit einer etwas höheren Förderung und besseren Margen. Insbesondere die heimische Produktion soll anziehen. In den USA gibt es einen Förderboom durch das umstrittene Fracking, bei dem tiefliegende Gesteinsschichten angebohrt und das dort lagernde sogenannte Schiefergas und -öl mit Hilfe von Chemikalien gelöst wird.

Der britisch-niederländische Shell-Konzern setzte parallel dazu seinen Erholungskurs fort. Der Gewinn verdoppelte sich auf unterm Strich 5,3 Milliarden Dollar, wie Europas Branchenprimus in London mitteilte. Analysten hatten weniger erwartet. Positiv wirkten sich steigende Energiepreise in den USA und eine höhere Produktion aus. Schon der Jahresauftakt war vergleichsweise gut ausgefallen, nachdem Shell im Vorjahr einen herben Gewinneinbruch hinnehmen musste.

dpa


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