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Nach den Streiks will die Post möglichst schnell wieder zum Normalbetrieb zurückkehren.

Nach den Streiks will die Post möglichst schnell wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. © Oliver Berg

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Nach Poststreiks: Normaler Betrieb "innerhalb von Tagen"

Montagnacht geht der Streik zu Ende. Danach will die Post möglichst schnell wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Vorerst komme es "insbesondere in einigen Regionen zu erhöhten Rückständen bei der Zustellung", teilte die Post auf ihrer Homepage mit.

Bonn. Wenn der Poststreik in der Nacht von Montag auf Dienstag zu Ende geht, werde sich die Arbeit im Großteil der Zustellbezirke innerhalb weniger Tage normalisieren, hatte Post-Personalchefin Melanie Kreis am Sonntagabend angekündigt.

Allerdings könnte es vor allem bei Paketen noch länger dauern. In Brandenburg sprach Verdi-Fachsbereichsleiterin Benita Unger von ein bis zwei Monaten möglicher Verspätung.

An dem Streik hatten sich in den vergangenen Wochen täglich um die 30 000 Beschäftigte beteiligt. Millionen Briefe und Pakete blieben jeden Tag liegen, die jetzt Schritt für Schritt zugestellt werden müssen. Die Auswirkungen seien regional sehr unterschiedlich. "Aber wir setzen alles daran, die Rückstände sehr zeitnah aufzuarbeiten", sagte Kreis der Deutschen Presse-Agentur. Am (heutigen) Montag als letztem Streiktag gehe die Beteiligung schrittweise zurück, sagte ein Verdi-Sprecher. "Wer schon vor Mitternacht zur Arbeit gehen will, kann das gern tun. Wir haben nichts dagegen", sagte er.

Insgesamt lief der Ausstand seit Ostern an 52 Streiktagen. Die Gesamtkosten dürften sich auf einen hohen zweistelligen oder sogar einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag addieren. Die Post hatte mit Aushilfskräften, Umorganisation sowie Zusatzarbeit an drei Sonntagen versucht, die Postberge abzubauen und dafür nach Schätzungen täglich Millionen aufgewendet. Die Streikkasse der Gewerkschaft dürfte mit etwa 30 Millionen Euro belastet worden sein, berechnete Hagen Lesch vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln der "Welt am Sonntag" zufolge. Bestätigungen für diese Zahlen gab es weder von der Post noch von Verdi.

Die Post hatte in dem vierwöchigen unbefristeten Streik nie benannt, welche Regionen besonders betroffen waren. Nach Schilderung von Postkunden gab es aber vor allem in Ostdeutschland große Probleme, da dort kaum Beamte für streikende Angestellte einspringen konnten. Berlin und München waren stark beeinträchtigt, aber beispielsweise auch im nordrhein-westfälischen Münster blieben Briefe teils zwei Wochen liegen.

Die Post lobte den Abschluss als "Gesamtpaket, das unseren Mitarbeitern Sicherheit und Perspektive bietet sowie gleichzeitig künftiges Wachstum ermöglicht". Zentraler Streitpunkt waren neue Regionalgesellschaften im Paketdienst mit schlechterer Bezahlung als der Post-Haustarif. Hiermit konnte sich die Konzernspitze durchsetzen, verpflichtete sich aber zugleich, das Modell zunächst bis Ende 2018 nicht auf den wesentlich größeren Briefbereich zu übertragen. In den neuen Paket-Gesellschaften sollten jetzt Tausende neue Stellen entstehen, sagte Kreis. Die Pläne eines Ausbaus von derzeit 6500 auf 20 000 bis 2020 nannte sie "sehr realistisch".

Zugleich vereinbarten die Tarifpartner eine Verlängerung des Kündigungsschutzes um vier Jahre bis Ende 2019. In diesem Jahr bekommen die Beschäftigten einen Einmalbetrag von 400 Euro, im Oktober 2016 dann 2 Prozent und im Oktober 2017 noch einmal 1,7 Prozent mehr Geld.

dpa


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