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Wirtschaft

Ministerpräsident Weil beendet Iran-Reise

Auf seiner fünftägigen Reise in den Iran hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil höchst unterschiedliche Erfahrungen gesammelt.

Teheran/Hannover. "Es gibt im Iran einen deutlichen Wandel. Es tut sich gerade einiges", fasste der SPD-Politiker kurz vor seiner Rückkehr in Teheran seine Endrücke zusammen. Nach dem Ende der internationalen Sanktionen gebe es durchaus Anzeichen dafür, dass das Land sich öffne. Fünf Tage dauerte die Kurzvisite, die am Dienstag zu Ende ging. Weil ist der erste deutsche Ministerpräsident, der der Islamischen Republik einen Besuch abgestattet hat. Als Beispiel für den Wandel nannte er die hohe Zahl an weiblichen Studenten. "Deshalb ist damit zu rechnen, dass Frauen in Zukunft auch mehr wichtige Positionen einnehmen werden", sagte Weil. Dies sei nur ein Beispiel für die spürbare Modernisierung des Landes und dürfe auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es etwa in der Frage der freien Meinungsäußerung und Pressefreiheit noch immer Grenzen gebe, "die wir aus unserer Sicht für inakzeptabel halten". Trotzdem dürfe man Gesellschaft und politisches System "nicht eins zu eins mit unseren Maßstäben messen."

Für Weil bleibt der 80-Millionen-Einwohner-Staat Iran ein überaus wichtiger Partner mit großen Perspektiven für Handel und Wirtschaft. Derzeit gebe es aber trotz des Atomabkommens noch immer Blockaden, etwa auf dem Bankensektor, die die Entwicklung bremsten.


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