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Für Jörg Hofmann ist das jüngste Angebot «eine Provokation und eine Kehrtwende der Lohnpolitik, die wir nicht mitmachen».

Für Jörg Hofmann ist das jüngste Angebot «eine Provokation und eine Kehrtwende der Lohnpolitik, die wir nicht mitmachen». © Sebastian Willnow

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Metallbranche: Säbelrasseln vor dritter Verhandlungsrunde

Die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gehen in einigen Tagen in die nächste Runde. Kurz darauf läuft die Friedenspflicht aus, und Warnstreiks wären möglich. Die könnten diesmal allerdings länger ausfallen als gewohnt.

Ulm. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie wird der Ton rauer. "Wer auf der Arbeitgeberseite eine schnelle Verhandlungslösung will, dem empfehle ich, ein verbessertes Angebot vorzulegen", sagte der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann der "Südwest Presse".

Das bisherige Angebot der Arbeitgeber, die Löhne dauerhaft um 0,9 Prozent zu erhöhen, sei das niedrigste, das die Gewerkschaft je bekommen habe.

Daneben umfasst der Vorschlag eine Einmalzahlung von weiteren 0,3 Prozent. "Das ist eine Provokation und eine Kehrtwende der Lohnpolitik, die wir nicht mitmachen. Wer so vorgeht, ist offensichtlich zum Konflikt bereit", sagte Hofmann.

Die Arbeitgeber drohten indes mit Klagen gegen mögliche Arbeitsniederlegungen. "Sollte das angekündigte 24-Stunden-Streikkonzept noch mehr Streiks der IG Metall zur Folge haben, behalten wir uns rechtliche Schritte dagegen vor", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Gesamtmetall, Oliver Zander, dem "Spiegel".

Hintergrund ist demnach ein neues Streikkonzept der Gewerkschaft, in dessen Folge Warnstreiks ohne Urabstimmung auf bis zu 24 Stunden ausgedehnt werden sollen. Üblicherweise ist die Zeitspanne kürzer.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet in allen Bezirken am Donnerstag (28. April) statt. Am Tag darauf läuft die Friedenspflicht aus. Danach sind Warnstreiks möglich.

dpa


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