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Schlange vor einer Jobmesse in New York: Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl hat der neueste Jobbericht Amtsinhaber Barack Obama Licht und Schatten beschert.

Schlange vor einer Jobmesse in New York: Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl hat der neueste Jobbericht Amtsinhaber Barack Obama Licht und Schatten beschert. © Justin Lane

Arbeitsmarkt

Kurz vor US-Wahl: Arbeitslosenquote steigt leicht

Arbeitslosenquote leicht gestiegen, zugleich aber unerwartet viele neue Jobs. Kurz vor der US-Präsidentschaftswahl hat der neueste Arbeitsmarktbericht Amtsinhaber Barack Obama Licht und Schatten beschert.

Washington. Die Erwerbslosenquote stieg im Oktober leicht auf 7,9 Prozent nach 7,8 Prozent im September, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Zugleich wurden aber binnen Monatsfrist 171 000 neue Stellen geschaffen. Das waren wesentlich mehr, als Experten erwartet hatten.

Zudem wurde für die Vormonate das Jobwachstum um rund 90 000 Stellen nach oben korrigiert. Die Quote der Menschen ohne Job nahm dennoch zu, weil mehr als eine halbe Million Amerikaner zusätzlich auf den Arbeitsmarkt strömten.

Obama bezeichnete die Entwicklung als positiv: "Unternehmen haben im Oktober mehr Menschen eingestellt als in den vergangenen acht Monaten", sagte er bei einem Wahlkampf-Auftritt im Bundesstaat Ohio. Er gestand aber ein, seine Ziele noch nicht erreicht zu haben. "Solange ein einziger Amerikaner einen Job will, aber keinen findet, haben wir mehr Arbeit zu erledigen."

Auch Ökonomen werteten die Entwicklung insgesamt positiv und sprachen von Zeichen für Optimismus. Vor allem die Konsumlaune habe sich verbessert. Einzelhändler etwa hätten so viele neue Arbeitsplätze geschaffen wie seit April 2011 nicht mehr. Auch der stärkere Häusermarkt und positive Entwicklungen in der verarbeitenden Industrie und im Dienstleistungssektor hätten zu den besseren Daten beigetragen. "Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen vier Monaten deutlich besser entwickelt als noch zu Sommerbeginn befürchtet", sagte Christoph Balz von der Commerzbank am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Der Stellenaufbau dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Er werde sich allerdings wegen Risiken in der US-Haushaltspolitik nicht beschleunigen, schätzt der Experte. Der leichte Anstieg der Arbeitslosenquote sei nicht verwunderlich, da sie im Vormonat stark gefallen sei. Zudem seien die Daten sehr schwankungsanfällig, sagte Balz.

Es ist fraglich, ob Obama im Wahlduell gegen seinen Herausforderer Mitt Romney von den Republikanern von dem beschleunigten Jobwachstum profitieren kann. Bei seinem Antritt im Januar 2009 - auf dem Höhepunkt einer tiefen Rezession - lag die Quote bei 7,8 Prozent. "Die Arbeitslosigkeit heute ist höher als an dem Tag, als er ins Amt kam. Das muss man sich mal vorstellen", sagte Romney am Freitag bei einem Wahlkampf-Auftritt im Bundesstaat Wisconsin. Er kritisierte Obama dafür, zu wenig für eine schnellere Erholung getan und sein Versprechen gebrochen zu haben, die Quote auf 5,2 Prozent zu senken.

Insgesamt blieben die Zahlen für US-Verhältnisse düster. Mehr als zwölf Millionen Menschen suchen weiter nach einem Arbeitsplatz, 4,8 Millionen davon seit mehr als einem halben Jahr. Werden Bürger mitgerechnet, die unfreiwillig nur in Teilzeit arbeiten, liegt die Zahl der Suchenden bei rund 23 Millionen. Ein großes Probleme bleibt laut dem neusten Bericht auch die Jugendarbeitslosigkeit. Sie liegt bei 23,7 Prozent.

dpa


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