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Abgas-Affäre

Kraftfahrtbundesamt ordnet Rückruf aller VW-Diesel an

Das Kraftfahrtbundesamt ordnet wegen des Abgas-Skandals bei Volkswagen einen verpflichtenden Rückruf aller Dieselfahrzeuge mit der manipulierten Software an.

Berlin. VW hatte wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen einen umfangreichen Maßnahmenplan zur Bewältigung des Skandals an das Bundesamt geschickt. Details zum Rückruf wurden vorerst nicht genannt. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will sich am Vormittag in Berlin äußern.

In die Ermittlungen gegen Volkswagen wegen manipulierter Abgas-Messwerte schalten sich einem Medienbericht zufolge auch weitere US-Regulierer ein. Die Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) untersuche die Werbekampagnen für die betroffenen Diesel-Autos.

Das meldete am Mittwoch zunächst "Politico" unter Berufung auf eine Sprecherin. Die FTC bestätigte anderen US-Medien, sich den Ermittlungen des US-Justizminsteriums und der Umweltbehörde EPA angeschlossen zu haben.

Die Handelsbehörde war zunächst nicht erreichbar, um Auskunft über die möglichen Konsequenzen für VW zu geben. Die FTC kann Strafen für irreführende Werbeversprechen verhängen. VW hat über Jahre Autos als "Clean-Diesel" beworben, deren Abgaswerte geschönt waren. Die Wolfsburger räumten im September ein, seit 2009 mit einer speziellen Software Emissionstests in den USA ausgetrickst zu haben. Tatsächlich lag der Abgasausstoß um ein Vielfaches über den gesetzlichen Grenzwerten.

Der neue Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller will heute seine Führungsmannschaft auf den Kampf gegen die Folgen des Abgas-Skandals einschwören. Dazu versammeln sich 400 Top-Manager des Mehr-Marken-Konzerns bei Porsche in Leipzig. Dort wird Müller über die Ermittlungen, die anstehenden Rückrufe und die verschärften Sparziele informieren. Nach Jahren der Feierlaune in einem Konzern auf Rekordkurs dürfte die Stimmung unter den Führungskräften diesmal angespannt sein.


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