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Zetsche fordert bessere Abgastests, zumal die bisherigen Messungen auf Rollenprüfständen «nur einen Ausschnitt dessen abbilden, was man mit einem Auto alles anstellen kann». Foto Laurent Dubrule/Archiv

Zetsche fordert bessere Abgastests, zumal die bisherigen Messungen auf Rollenprüfständen «nur einen Ausschnitt dessen abbilden, was man mit einem Auto alles anstellen kann». Foto Laurent Dubrule/Archiv © Laurent Dubrule

Auto

Keine auffälligen Abgaswerte bei KBA-Nachprüfungen

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen und seine Folgen beschäftigen die Autobranche weiter. Daimler-Chef Zetsche bekräftigt: ""Bei uns wird nicht betrogen." Opel droht Ärger in Belgien.

Berlin. Beim Autobauer Daimler haben Abgasnachprüfungen des Kraftfahrt-Bundesamtes als Folge des VW-Abgasskandals keine auffälligen Werte ergeben. Das sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche der "Welt am Sonntag".

Vertreter des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) seien zwei Tage bei Daimler gewesen, es seien Autos getestet worden. Zugleich bekräftigte Zetsche: "Bei uns wird nicht betrogen, bei uns wurden keine Abgaswerte manipuliert."

Volkswagen hatte mit Hilfe einer Software Abgas-Tests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Dies hatte den Konzern in eine schwere Krise gestürzt.

Das KBA hatte im November mitgeteilt, auch bei anderen Herstellern erhöhte Abgaswerte gemessen zu haben. Die Behörde hatte als Reaktion auf den Abgas-Skandal bei VW mehr als 50 verschiedene Modelle unterschiedlicher Autobauer überprüft. Dabei seien "zum Teil erhöhte Stickoxid-Werte bei unterschiedlichen Fahr- und Umgebungsbedingungen" festgestellt worden, hieß es.

Welche Marken betroffen sind, teilte die Behörde damals nicht mit - auch nicht, welche Schlüsse aus den vorliegenden Ergebnissen gezogen werden können. Derzeit ist unklar, wann das KBA die Ergebnisse mitteilt. Laut früheren KBA-Angaben waren neben den VW-Konzernmarken auch Hersteller wie BMW, Ford, Opel, Fiat, Mercedes-Benz, Alfa Romeo, Dacia, Hyundai, Toyota oder Mazda in dem Prüfverfahren.

Top-Manager anderer Autohersteller hatten stets davor gewarnt, wegen des Abgas-Skandals bei Volkswagen die gesamte Branche unter Generalverdacht zu stellen.

Der VW-Skandal hatte auch massive Kritik an der bisherigen Form von Abgastests ausgelöst. Daimler-Chef Zetsche sagte der "Welt am Sonntag" mit Blick auf künftig geplante realitätsnähere Abgastests in Europa: "Jetzt die Werte, die auf Prüfständen ermittelt werden, generell infrage zu stellen und zu verteufeln, ist keine Lösung." Es stimme aber, dass Messungen auf Rollenprüfständen nur einen Ausschnitt dessen abbilden, was man mit einem Auto alles anstellen könne. Bei Messungen sollten künftig auch Situationen berücksichtigen werden, in denen ein Auto extremer als bei den bisherigen Vorgaben beansprucht werde.

Unterdessen kündigte das belgische Wirtschaftsministerium Untersuchungen wegen angeblich höherer Abgaswerte beim Opel-Modell Zafira an. Dies bestätigte ein Sprecher von Minister Kris Peeters in Brüssel. Der Minister fordere von Opel Transparenz über eventuelle Software-Änderungen. Zuvor hatte der Sender VRT berichtet, dass in zwei Fällen belgische Opel-Händler die Emissionswerte beim Zafira nachträglich angepasst haben sollen, ohne die Besitzer der Fahrzeuge zu informieren. Dabei gehe es um die Anpassung einer Software.

Opel hatte bereits in der vergangenen Woche Anschuldigungen von VRT scharf zurückgewiesen. "Es ist nicht zutreffend, dass Opel-Händler beim Zafira Tourer mit 1,6-Liter-Dieselmotor eine modifizierte Software aufgespielt haben, die das Abgasverhalten des Fahrzeugs verändert." Das genannte Service-Update habe nichts mit einer Veränderung der Emissionswerte zu tun.

dpa


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