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Eingang des Karstadt-Warenhauses in Düsseldorf.

Eingang des Karstadt-Warenhauses in Düsseldorf. © Martin Gerten/Archiv

Handel

Karstadt will im kommenden Geschäftsjahr wieder Gewinn machen

Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt will im Anfang Oktober beginnenden Geschäftsjahr 2015/2016 die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Die Voraussetzungen dafür seien durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen geschaffen worden, berichtet die Karstadt Warenhaus GmbH in ihrem im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss 2013/2014. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuerst über die Zahlen berichtet.

Essen. t.

Das Geschäftsjahr 2013/2014 war dagegen noch stark von den Kosten der bereits damals eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen geprägt.

Nicht zuletzt die Aufwendungen für Abfindungen und Sozialpläne sorgten dafür, dass der Nettoverlust der Warenhauskette im Vorjahresvergleich von 130 auf 190 Millionen Euro anstieg, ein Plus von 45 Prozent. Das Betriebsergebnis hingegen verbesserte sich von minus 124 Millionen Euro auf minus 108 Millionen Euro.

Der Umsatz der 83 Warenhäuser sank in dem Geschäftsjahr, das am 30. September 2014 endete, um 2,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Umsatzrückgang fiel damit nach Unternehmensangaben "geringfügig höher" aus als vorhergesagt. Als Gründe nannte das Karstadt-Management schlechte Witterungsverhältnisse im Weihnachtsgeschäft und Werbekonzepte wie etwa die Show "Fashion Hero" auf Pro 7, die die Erwartungen verfehlten.

Die Essener Warenhauskette kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. Nach der Übernahme der Warenhauskette durch den österreichischen Immobilieninvestor René Benko im Sommer 2014 wurde die Sanierungsstrategie noch einmal verschärft. "Das oberste, kurzfristig umzusetzenden Ziel ist das Erreichen der Gewinnzone", heißt es dazu im Jahresabschluss.

Karstadt-Chef Stephan Fanderl zog kürzlich bereits eine positive Zwischenbilanz der Aufräumarbeiten. Karstadt sei in dem auf drei Jahre angelegten Sanierungsprozess schon unerwartet weit gekommen. "Es sieht so aus, dass wir im ersten Jahr 50 Prozent der Wegstrecke schaffen, wenn nicht mehr", sagte Fanderl vor wenigen Wochen.

dpa


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