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Ein Drogerie-Discounter in Tokio: Japans Wirtschaft schwächelt nach einer Steuererhöhung im April. Foto: Franck Robichon

Ein Drogerie-Discounter in Tokio: Japans Wirtschaft schwächelt nach einer Steuererhöhung im April. Foto: Franck Robichon

Konjunktur

Japans Wirtschaft deutlich geschrumpft

Die japanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal massiv geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sank zwischen April und Juni um eine hochgerechnete Jahresrate von 6,8 Prozent, wie die Regierung in Tokio am Mittwoch auf vorläufiger Basis bekanntgab.

Tokio. b. Wirtschaftsexperten hatten sogar einen Rückgang um 7,2 Prozent vorhergesagt. Zwischen Januar und März hatte die japanische Wirtschaft noch um eine Jahresrate von real 6,1 Prozent zugelegt.

Stark zurückgegangen ist den Angaben zufolge der private Konsum nach einer Anhebung der Verbrauchersteuer am 1. April von 5 auf 8 Prozent. Der Privatkonsum macht etwa 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus. Die Investitionen von Unternehmen sanken um 2,5 Prozent. Bei den Exporten musste Japan einen Rückgang um 0,4 Prozent verzeichnen. Im vorherigen Quartal hatte es noch einen Anstieg um 6,5 Prozent gegeben.

"Die Exporte haben Schwäche gezeigt", hatte Japans Zentralbank bereits am Freitag erklärt und die Exportprognosen heruntergeschraubt. Dennoch blieb Wirtschaftsminister Akira Amari bei seiner allgemeinen Einschätzung, dass sich die Wirtschaft "weiterhin leicht" erhole. Laut Amari würden die negativen Auswirkungen der Steuererhöhung "allmählich abnehmen".

Die Gehälter der Arbeitnehmer sind allerdings weiter im Abwärtstrend. Die Einkommen der japanischen Haushalte fielen Regierungsberichten zufolge im Juni um 6,6 Prozent - im neunten Monat in Folge.

Zugleich wachsen Zweifel an den Konjunkturaussichten für China. Dort fließen Kredite so langsam wie seit Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 nicht mehr. Auch fiel im Juli das Wachstum von Einzelhandel, Industrieproduktion und Anlageinvestitionen schwächer aus, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking berichtete.

Im Juli ging das Wachstum im Einzelhandel leicht von 12,4 Prozent im Vormonat auf 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Die Industrieproduktion legte nach 9,2 Prozent um 9,0 Prozent zu. Auch die Anlageinvestitionen stiegen nur noch um 17,0 Prozent - nach 17,3 Prozent im Vormonat. "Die jüngsten Daten zeigen, dass China seinen kontrollierten Abschwung fortsetzt", kommentierte die Berenberg Bank, zeigte sich aber wenig besorgt.

dpa


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