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Gute Nachrichten für den Geldbeutel: Die Verbraucherpreise sind im April erstmals seit langem wieder leicht gesunken. Die Inflationsrate lag um die 0,1 Prozent.

Gute Nachrichten für den Geldbeutel: Die Verbraucherpreise sind im April erstmals seit langem wieder leicht gesunken. Die Inflationsrate lag um die 0,1 Prozent. © Armin Weigel/Symbolbild

Preise

Inflationsrate im April negativ: Sprit und Heizöl billiger

Verbraucher profitieren von der anhaltenden Talfahrt der Sprit- und Heizölpreise. Den europäischen Währungshütern bereitet die extrem niedrige Inflation hingegen Sorgen.

Wiesbaden. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im April erstmals seit Januar 2015 wieder gesunken. Die Inflationsrate lag um 0,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte.

Die Behörde bestätigte damit eine korrigierte erste Schätzung. Billiger wurden binnen Jahresfrist vor allem Energie sowie Pauschalreisen. Im Vergleich zum März sank die Teuerungsrate um 0,4 Prozent.

Deutlich weniger als im Jahr zuvor mussten die Verbraucher erneut für Heizöl (minus 28,6 Prozent) und Sprit (minus 12,9 Prozent) zahlen, aber auch die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme kosteten weniger. Ohne Berücksichtigung von Energie wären die Verbraucherpreise nach Angaben der Statistiker im April um 0,9 Prozent gestiegen.

Nahrungsmitteln verteuerten sich leicht um 0,5 Prozent. Allerdings verlangsamte sich der Preisauftrieb deutlich. Im März hatte die Wiesbadener Behörde noch einen Anstieg von 1,3 Prozent verzeichnet.

Im Ostermonat März hatten teurere Nahrungsmittel und höhere Preise für Pauschalreisen die Inflation auf niedrigem Niveau noch leicht anziehen lassen. Eine negative Inflationsrate hatte es zuletzt im Januar 2015 gegeben (minus 0,3 Prozent).

Verbraucher profitieren unter anderem von den gesunkenen Energiepreisen, weil sie günstiger tanken und heizen können. Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet die seit Monaten extrem niedrige Inflation im Euroraum dagegen Sorge. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Anschaffungen aufschieben, weil sie erwarten, dass es bald noch billiger wird.

Die EZB strebt daher mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Um dieses Ziel zu erreichen, senkte die Notenbank den Leitzins auf null Prozent und flutet die Märkte mit billigem Geld. Die Nebenwirkungen dieser Geldpolitik bekommen Sparer zu spüren: Gerade die in Deutschland so beliebten Anlagen wie Tages- und Festgeld werfen kaum noch Rendite ab.

dpa


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