Navigation:
Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies sitzt gleichzeitig im Kontrollgremium bei VW.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies sitzt gleichzeitig im Kontrollgremium bei VW.
 © dpa

Autokartell

„Ich bin nicht der Pressesprecher von VW“

Nach der Aufsichtsratssitzung bei VW hat sich Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies über die Kommunikation des Konzerns beschwert. Sowohl die Öffentlichkeit als auch das Kontrollgremium müsse künftig besser informiert werden.

Hannover.  Nach der außerplanmäßigen Sitzung des VW-Aufsichtsrats am Mittwochabend hat sich Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), der wegen der Landesbeteiligung an VW Mitglied im Aufsichtsrat ist, kritisch über die Kommunikation von Volkswagen geäußert. Auf NDR Info sagte er: „Ich bin nicht der Pressesprecher von VW. Ich erwarte schon, dass der Vorstand die Kommunikation macht – und das muss besser werden als in der Vergangenheit.“

In Hinblick auf die Vorwürfe kartellrechtlich verbotener Absprachen zwischen den Autobauern Volkswagen, Audi, Porsche, Daimler und BMW hatte der Konzern technische Absprachen zwischen den Autobauern als „weltweit üblich“ bezeichnet. Lies sagte dem NDR, im Kerne werde des darum gehen, zu klären, „was erlaubt ist und wo die Grenze zu unerlaubten Absprachen überschritten wurde.“

Informationen „nicht erst auf Nachfrage“

Der Aufsichtsrat erwarte diesbezüglich künftig „vollumfänglich informiert zu werden – und nicht erst auf Nachfrage“. Die außerplanmäßige Sitzung sei auf Drängen der Landesregierung angesetzt worden, so Lies. Auch über eine mögliche Selbstanzeige von VW gegenüber den Wettbewerbsbehörden sei offen gesprochen worden. Es sei ihm und dem Unternehmen aber nicht möglich, darüber öffentlich zu informieren.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der ebenfalls Mitglied des VW-Aufsichtsrats ist, sagte dem ZDF heute Journal, möglicherweise werde sich der Sachverhalt, was die Kartellvorwürfe angeht, am Ende der Diskussion wesentlich differenzierter darstellen, als es jetzt den Anschein habe.

Hendricks besucht VW-Zentrale

Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will sich genauer über die Vorwürfe informieren – und besucht deshalb im Rahmen ihrer Sommerreise die VW-Zentrale. Sie wolle gegenüber Konzernchef Matthias Müller „den ganzen Vorgang ansprechen“.

Am kommenden Mittwoch will die Bundesregierung außerdem mit mehreren Ländern und Autobauern beim „Diesel-Gipfel“ Wege finden, um einen geringeren Schadstoffausstoß zu erreichen. Thema wird den Angaben zufolge sein, ob und wie ältere Diesel nachgerüstet werden können, um Fahrverbote zu vermeiden. Ob Software-Updates dafür ausreichen, ist unter Politikern und Experten umstritten. Hendricks ist zusammen mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Gastgeberin des Treffens.

Von ang/RND


Anzeige
DAX
Chart
DAX 13.009,00 +0,14%
TecDAX 2.495,25 +0,35%
EUR/USD 1,1749 -0,19%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LINDE 181,37 +1,92%
INFINEON 22,70 +1,28%
HEID. CEMENT 85,81 +1,06%
DT. BANK 14,25 -1,13%
MERCK 93,27 -0,98%
MÜNCH. RÜCK 186,97 -0,44%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
AXA World Funds Gl RF 162,25%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
BlackRock Strategi AF 114,86%

mehr