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Die Fahrer wehren sich gegen das US-Unternehmen Uber, weil es mit seinen Angeboten den Preisverfall bei den Fahrdiensten fördere. Foto: Olivier Hoslet

Die Fahrer wehren sich gegen das US-Unternehmen Uber, weil es mit seinen Angeboten den Preisverfall bei den Fahrdiensten fördere. Foto: Olivier Hoslet

Verkehr

Hunderte Taxi-Fahrer demonstrieren in Brüssel gegen Uber

Die Empörung der Taxifahrer über den Fahrdienstvermittler Uber ist groß. Hunderte blockieren deshalb die Straßen in Brüssel. Auch Taxi-Chauffeure aus Nachbarländern sind bei der Autokorso-Demo am EU-Sitz dabei.

Brüssel. Hunderte Taxifahrer haben in Brüssel am Sitz der EU gegen den umstrittenen US-Fahrdienstanbieter Uber protestiert.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr lösten sie damit in der belgischen Hauptstadt ein Verkehrschaos aus. Ein langer Autokorso endete am Mittwoch im Europaviertel vor den EU-Institutionen. Demonstranten zündeten Böller und Warnraketen. Ein Polizist sprach von rund 800 protestierenden Chauffeuren.

Die Fahrer wehren sich gegen das US-Unternehmen, weil es mit seinen Angeboten den Preisverfall bei den Fahrdiensten fördere. Uber bietet über eine Smartphone-App verschiedene Fahrdienste an, darunter auch von privaten Fahrern. Bereits im März hatte ein Taxiprotest die europäische Hauptstadt lahmgelegt.

"Seit Uber auf dem Markt ist, sind meine Einnahmen um 30 Prozent gesunken", sagte Michèle Kaiser, die seit mehr als drei Jahrzehnten Taxi fährt. Kaiser und ihre Kollegen werfen dem Unternehmen vor, sich wettbewerbswidrig zu verhalten. "Wir warten darauf, dass der Einsatz von Uber juristisch geklärt wird, aber nichts passiert", kritisierte sie.

Zu dem Protest waren auch Taxis aus anderen Ländern Europas gekommen, unter anderem aus Frankreich, Italien und der Schweiz. Die deutschen Taxiunternehmen würden die Proteste unterstützen, erklärte der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands, Michael Müller, in Frankfurt. "Wir wollen den Wettbewerb, aber wir wollen ihn zu fairen und gleichen Bedingungen für alle Marktteilnehmer."

In der belgischen Hauptstadt war der Streik der Fahrer überall zu spüren. Schon am Morgen stauten sich die Autos. Wegen einer Blockade der Autobahnausfahrt zum internationalen Flughafen Zaventem mussten Reisende zu Fuß mit Polizeibegleitung zum Airport gehen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

dpa


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