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WENIGER GEFRAGT: Der H&M-Konzern leidet unter Umsatzschwund – in Hannover betreibt die schwedische Modekette drei Läden. Das Bild zeigt die Filiale am Kröpcke.

WENIGER GEFRAGT: Der H&M-Konzern leidet unter Umsatzschwund – in Hannover betreibt die schwedische Modekette drei Läden. Das Bild zeigt die Filiale am Kröpcke. © Foto: Kutter

MODEKONZERN

H&M laufen Kunden davon – Läden in Gefahr

Die schwedische Modekette H&M hat deutlich weniger Umsatz gemacht als erwartet – darauf reagiert der Konzern mit Landenschließungen und mehr Engagement im Internet. Was das für die vier H&M-Geschäfte in der Region Hannover bedeutet, ist unklar – die Gewerkschaft glaubt, sie müssten nichts fürchten.

HANNOVER. Geplant war, das Filialnetz auszubauen – doch nun zollt die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) der schlechten Geschäftsentwicklung Tribut: Angesichts eines Umsatzeinbruchs sollen Läden schließen. Wo und wie viele sagt H&M noch nicht.

In Hannovers City betreibt der Konzern drei Häuser: Am Kröpcke, ein paar Meter weiter in der Georgstraße und in der Ernst-August-Galerie neben dem Hauptbahnhof. In den drei Filialen, so schätzt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Sabine Gatz, dürften etwa 270 bis 300 Menschen bei H&M arbeiten. Eine vierte Filiale ist im Laatzener Einkaufszentrum „Leine-Center“ untergebracht. Die Gewerkschaft selbst habe noch keine Informationen, wo die Schließungen anstehen könnten, sagte Gatz am Freitag der NP. „Wir wissen, dass dieses Jahr sieben Läden geschlossen wurden, kommendes Jahr sollen es zwischen fünf und fünfzehn sein, bundesweit.“ In Hannover liegen die drei Läden recht dicht beisammen, doch das ist augenscheinlich kein Problem: „In Hannover laufen alle Läden, die tragen sich – von daher halte ich die nicht für gefährdet“, erklärt die Gewerkschafterin. Das dürfte auch für die H&M-Filiale im Leine-Center in Laatzen zutreffen, auch dort sieht Gatz „kein Problem“.

H&M existiert seit 1947, sitzt in Stockholm und macht mit 161 000 Mitarbeitern in der Gruppe und mit all seinen Marken weltweit einen Jahresumsatz von etwa 22 Milliarden Euro. Mit den Schließungen reagiert der Konzern – weltweit die Nummer Zwei hinter der spanischen Inditex (Zara-Mutter) – auf die aktuell schlechten Zahlen. Von September bis November sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent. Geplante Neueröffnungen sollen gestoppt werden, mehr Energie in das Internet-Geschäft gesteckt werden. Ab dem Frühjahr will H&M etwa via Talmall anbieten, der Tochter des chinesischen Alibaba-Konzerns.

Von RALPH HÜBNER


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