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Greenpeace präsentiert die Studie auf der Sportartikelmesse Ispo.

Greenpeace präsentiert die Studie auf der Sportartikelmesse Ispo. © Tobias Hase

Sportartikel

Greenpeace: Gefährliche Chemikalien in Outdoor-Kleidung

Mit wetterfester Ausrüstung raus in die Natur - für Outdoor-Fans ist das das Größte. Doch giftige Chemikalien bleiben ein Problem in der Branche - das bereitet nicht nur Umweltschützern Sorgen.

München. In wetterfester Outdoor-Kleidung, Schlafsäcken oder Zelten setzen viele Hersteller nach einer Untersuchung von Greenpeace immer noch giftige Chemikalien ein.

Bei einem Test von 40 Produkten fand die Umweltschutzorganisation fast überall per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). "Nur in 4 von 40 Artikeln wurden keine PFC festgestellt", teilte Greenpeace am Montag auf der weltgrößten Sportmesse ispo in München mit.

Greenpeace prangert seit Jahren den Einsatz gefährlicher Chemikalien in wasserdichten Jacken, Hosen oder Rucksäcken an. Die sogenannten PFC sorgen dafür, dass Wasser und Schmutz von der Kleidung abperlen und diese sich auch bei anhaltender Nässe trocken und leicht anfühlt. Für die Umwelt sind die Stoffe aber eine Belastung und stehen zudem im Verdacht, krebserregend zu sein.

Die meisten großen Outdoor-Hersteller in Deutschland haben nach der Greenpeace-Kampagne angekündigt, ihre Produktion umzustellen und spätestens bis 2020 auf die Stoffe zu verzichten. Dass es nicht schneller geht, begründen die Firmen mit der schwierigen Suche nach Alternativen.

Für den aktuellen Test hatte Greenpeace vor allem Produkte namhafter ausländischer Hersteller untersucht, die auch auf der ispo ausstellen. "Dies sind enttäuschende Ergebnisse für Outdoor-Liebhaber, die sich ihre Ausrüstung sauber und umweltfreundlich wünschen", sagte Manfred Santen, Chemie-Experte bei Greenpeace, und forderte die Hersteller erneut auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

Auch das Umweltbundesamt hat das Thema PFC seit Jahren im Blick. Nach einer ersten orientierenden Studie im Auftrag der Behörde 2009 habe man bereits 2012 gemeinsam mit Norwegen die ersten EU-weiten Regelungen für PFC initiiert, hieß es dort. Weitere Maßnahmen nach der EU-Chemikalienverordnung REACH und der weltweiten Konvention zu langlebigen Schadstoffen seien in Vorbereitung. Zudem stehe man in Kontakt mit Herstellern und wichtigen Verwendern der PFC. Den Verbrauchern rät die Behörde, PFC-freie Produkte zu kaufen und im Handel ihre entsprechenden Auskunftsrechte zu nutzen.

dpa


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