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In den europaweit 3224 dm-Märkten arbeiten über 55 000 Menschen. Weiter zulegen will das Unternehmen vor allem in Deutschland

In den europaweit 3224 dm-Märkten arbeiten über 55 000 Menschen. Weiter zulegen will das Unternehmen vor allem in Deutschland © Uli Deck

Handel

Glänzende Geschäfte beim Drogerieriesen dm

Die Drogeriemarkt-Kette dm setzt in ihren Filialen so viel um wie nie. Bio und Kosmetik laufen gut, Veganes wird erprobt. Jetzt muss nur noch die Rechnung mit den neuen Eigenmarken aufgehen.

Karlsruhe. Deutschlands größte Drogeriemarkt-Kette dm macht mit ihrem wachsenden Filialnetz glänzende Geschäfte - Eigenmarken bei Bio- und Kosmetikartikeln sollen dem Konzern noch mehr Schub geben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 erhöhte das Karlsruher Unternehmen den Umsatz um 9 Prozent auf über 9 Milliarden Euro.

Motivierte und gut geschulte Mitarbeiter seien ein Grund für den Erfolg, sagte dm-Chef Erich Harsch am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahreszahlen. Der Drogerieriese ruhe sich zudem nicht auf dem bereits Erreichten aus: "Wir arbeiten ständig an der Erneuerung." Zum Gewinn macht das Unternehmen traditionell keine Angaben.

Lippenstift, Nagellack und Wimperntusche seien gefragt - dm hat deshalb das Kosmetik-Sortiment mit der neuen Eigenmarke "trend IT UP" aufgehübscht. Im boomenden Bio-Segment mischt dm seit dem Frühjahr mit der Reihe "dm Bio" mit. Außerdem gibt es in 54 Test-Märkten vegane Produkte. Was aus den bei Kunden beliebten Alnatura-Produkten wird, ließ Harsch offen: "Das werden wir sehen."

Der Verkaufserfolg von Deos, Windeln und Cremes im Internet ist dagegen noch bescheiden. Harsch sagte, er sei im Online-Geschäft mit einer "schwarzen Null" schon zufrieden. Derzeit führt dm in seinem Netz-Shop mehr als 11 000 seiner 12 500 Produkte.

In den europaweit 3224 dm-Märkten arbeiten über 55 000 Menschen. Weiter zulegen will das Unternehmen vor allem in Deutschland, wo im vergangenen Geschäftsjahr (1. Oktober 2014 bis 30. September 2015) allein mehr als 7 Milliarden Euro an Umsatz erzielt wurden.

Wie viel davon unterm Strich in absoluten Zahlen übrig bleibt, gibt dm nicht bekannt. Die Umsatzrendite - das Verhältnis vom Gewinn zum Umsatz - bewegte sich laut Harsch aber zuletzt wie jedes Jahr "zwischen einem und zwei Prozent", dies entspräche also einem Ertrag von 90 bis 180 Millionen Euro. Was drüber liegt, werde investiert oder komme den Mitarbeitern zugute - für letztere gab es in diesem Jahr Einkaufsgutscheine im Wert von jeweils 850 Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr plant dm konzernweit 160 neue Märkte und Investitionen von 370 Millionen Euro. Bestehende Filialen sollen aufgefrischt und neue errichtet werden, zudem ist ein drittes Verteilzentrum voraussichtlich im Nordosten Deutschlands geplant. Im Frühjahr soll der Bau der neuen Firmenzentrale in Karlsruhe beginnen.

dm steht seit der Schlecker-Pleite vor dreieinhalb Jahren an der Spitze der deutschen Drogeriemärkte - vor Rossmann und Müller. Im Ringen um Marktanteile haben es die Karlsruher aber auch mit Discountern und Lebensmittel-Einzelhändlern zu tun, die Drogerieartikel anbieten. dm hat derzeit nach eigenen Angaben am Gesamtumsatz mit Drogeriewaren einen Anteil von 23,5 bis 24 Prozent.

dpa


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