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Baustelle in Shanghai. Chinas Wirtschaft geht es besser. Zwei wichtige Frühindikatoren sind deutlich im grünen Bereich. Allerdings könnte sich Peking die guten Daten mit höheren Staatsausgaben erkauft haben.

Baustelle in Shanghai. Chinas Wirtschaft geht es besser. Zwei wichtige Frühindikatoren sind deutlich im grünen Bereich. Allerdings könnte sich Peking die guten Daten mit höheren Staatsausgaben erkauft haben. © Qilai Shen

Konjunktur

Geschäftsklima in China zieht deutlich an

Die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft hat sich deutlich verbessert. Zwei wichtige Frühindikatoren für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zeigen sich im Juli positiv.

Peking. Der Einkaufsmanagerindex des Nationalen Statistikamtes und Logistikverbandes stieg im Juli mit 51,7 Punkten auf den höchsten Stand seit 27 Monaten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete. Ein Wert über der kritischen Marke von 50 bedeutet eine Expansion der Wirtschaft. Es ist der fünfte monatliche Anstieg des Indikators in Folge. Er hatte im Juni bei 51 Punkten gelegen.

Auch der Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC für das verarbeitende Gewerbe in China stieg im Juli auf 51,7, wie die Bank mitteilte. Das war der höchste Stand seit 18 Monaten. Im Juni hatte er noch bei 50,7 gelegen. Im Gegensatz zu Chinas Behörden beobachtet HSBC für seinen Index eher private und kleinere Unternehmen.

Die verbesserten Daten deuten auf ein stabileres Wirtschaftswachstum hin. Allerdings könnte sich Peking die bessere Entwicklung bewusst erkauft haben. In den vergangenen Monaten hatte die Regierung zusätzliche Ausgaben in Form von Steuerermäßigungen und Investitionen in Eisenbahn und sozialen Wohnungsbau veranlasst. Allein im Juni waren die Staatsausgaben im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 26 Prozent auf 1,65 Billionen Yuan (rund 200 Mrd Euro) angestiegen.

Die prognostizierte harte Landung von Chinas Wirtschaft ist für Holger Schmieding von der Berenberg-Bank ausgeblieben. "Es gibt keinen Grund, sich Sorgen um China zu machen", schrieb der Ökonom. "China hat die Möglichkeiten, mit jedem Schluckauf umzugehen. Das hat das Land in den vergangenen sechs Monaten immer wieder gezeigt."

Regierungschef Li Keqiang hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder zuversichtlich gezeigt, dass seine Zielvorgabe von 7,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr erreicht werden könne. Schon 2012 und 2013 war Chinas Wirtschaft mit 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nur so langsam wie zuletzt Ende der 1990er Jahre gewachsen.

dpa


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