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Die «Generation Mitte», das sind 35 Millionen Deutsche zwischen 30 und 59 Jahren, ist nach Umfrageergebnissen sehr zufrieden mit ihrer Lebensqualität. Von Wirtschaft und Politik erwarten sie trotzdem mehr.

Die «Generation Mitte», das sind 35 Millionen Deutsche zwischen 30 und 59 Jahren, ist nach Umfrageergebnissen sehr zufrieden mit ihrer Lebensqualität. Von Wirtschaft und Politik erwarten sie trotzdem mehr. © Julian Stratenschulte

Einkommen

Generation der Zufriedenen: Lebensqualität hoch eingestuft

Die "Generation Mitte", das sind 35 Millionen Deutsche zwischen 30 und 59 Jahren. Sie sind die Leistungsträger der Gesellschaft - und mit ihrem Leben gerade ziemlich glücklich. Zumindest die reicheren.

Berlin. Die sogenannte mittlere Generation in Deutschland ist mit ihrem Leben einer Umfrage zufolge sehr zufrieden. 91 Prozent der 30- bis 59-Jährigen bewerten die Lebensqualität als gut oder sehr gut. Der Druck zu Veränderungen ist gering, von Wirtschaft und Politik erwarten sie aber mehr.

Das Ergebnis geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Allensbach-Erhebung im Auftrag der deutschen Versicherer hervor. "Es gibt wenige Länder auf der Welt, wo so viele die Lebensqualität positiv bewerten", sagte Allensbach-Meinungsforscherin Renate Köcher. Deutschland sei so anziehend, weil es stabil sei und ökonomisch prosperiere.

Das wirtschaftliche Umfeld schätzen zwei von drei der 1020 Befragten für ihre Generation als gut oder sehr gut ein. "Die Ängste um die Sicherheit des Arbeitsplatzes sind so gering, wie seit Jahrzehnten nicht mehr", sagte Köcher. Doch die Wirtschaft sei nicht der einzige Grund für die positive Stimmung. Auch die politische Stabilität trage viel dazu bei.

Defizite sieht die "Generation Mitte" der Umfrage zufolge vor allem im Bildungssystem, in der Kriminalität und darin, dass man sich auf das Gesetz nicht verlassen könne. Sie wünscht sich vom Staat weniger Steuern und Abgaben, geringere Unterschiede zwischen arm und reich und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Bei der Lebensqualität gibt es aber nach wie vor große Unterschiede zwischen den sozialen Schichten. Die definieren die Meinungsforscher anhand von Einkommen, Schulbildung und Beruf bilden. Nur jeder Fünfte in der niedrigsten von drei sozioökonomischen Gruppen gab an, sein Lebensstandard habe sich in den vergangenen fünf Jahren eher verbessert. In der reichsten Gruppe waren es 45 Prozent.

Fast die Hälfte der Befragten macht sich der Umfrage zufolge Sorgen, dass Altersvorsorge nicht ausreicht. Auch hier blicken niedrige soziale Schichten pessimistischer in die Zukunft. Zugleich werde auch immer weniger vorgesorgt, sagte Köcher.

41 Prozent der Befragten erwarten eine Erbschaft oder haben bereits geerbt. Fast die Hälfte von ihnen plant dieses Geld auch für den Lebensstandard im Alter fest ein. Die Summe werde aber nicht ausreichen um die Sorgen der "Generation Mitte" zu beseitigen.

dpa


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